21 January 2026, 13:04

Tarifstreit im Nahverkehr: Verdi scheitert mit Forderungen in Baden-Württemberg

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf dem Boden eines Bahnhofs und hält ein Banner mit der Aufschrift "Retten wir die Nachtzüge, um das Klima zu retten", umgeben von Kissen, einem Foto Rahmen und anderen Gegenständen, mit Plakaten, Säulen, Lampen und Geländern im Hintergrund.

Tarifstreit im Nahverkehr: Verdi scheitert mit Forderungen in Baden-Württemberg

Tarifverhandlungen für Beschäftigte im Nahverkehr Baden-Württembergs scheitern in erster Runde

Die Lohnverhandlungen für kommunale Verkehrsarbeiter in Baden-Württemberg sind nach der ersten Runde festgefahren. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor, sodass rund 6.700 Beschäftigte bei sieben Unternehmen vorerst ohne Fortschritte bleiben. Die nächsten Gespräche sind für Anfang Februar angesetzt.

Der Kommunale Arbeitgeberverband verhandelt derzeit mit der Gewerkschaft Verdi über Löhne und Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in etwa 150 öffentlichen Verkehrsbetrieben bundesweit. Allein in Baden-Württemberg sind 6.700 Beschäftigte direkt von den Ergebnissen betroffen.

Verdi fordert höhere Löhne, darunter bessere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Samstagsarbeit. Die Gewerkschaft verlangt zudem eine verbesserte Vergütung von Überstunden sowie Zulagen, die an die Entgeltgruppen geknüpft sind. Nach Angaben von Verdi leisten viele Beschäftigte übermäßige Mehrarbeit, die teilweise sogar unter ihrem regulären Stundenlohn bezahlt werde.

Die Arbeitgeberseite hat bisher jedoch kein Angebot vorgelegt. Als Hauptgrund nannte sie die angespannte Haushaltslage der Kommunen. Da in der ersten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt wurde, kommen beide Seiten Anfang Februar erneut zusammen, um die Gespräche fortzusetzen.

Die Pattsituation bedeutet, dass sich für die Verkehrsarbeiter in Baden-Württemberg vorerst nichts ändert. Die weiteren Verhandlungen im Februar werden zeigen, ob die Arbeitgeber auf die Forderungen von Verdi zu Löhnen, Überstundenregelungen und Schichtzulagen eingehen. Bis dahin bleiben die aktuellen Arbeitsbedingungen bestehen.