Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs bleibt ohne Lösung vor Februar
Gerd BuchholzTarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs bleibt ohne Lösung vor Februar
Die erste Runde der Tarifverhandlungen für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg ist ohne Fortschritt zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor, sodass rund 6.700 Mitarbeiter in sieben Unternehmen weiterhin in der Ungewissheit hängen. Die nächsten Gespräche sind für Anfang Februar angesetzt.
Die Gewerkschaft Ver.di drängt auf bessere Arbeitsbedingungen in der Branche. Zu ihren Forderungen gehören höhere Zuschläge für Nacht-, Samstags- und Sonntagsarbeit sowie eine verbesserte Bezahlung von Überstunden. Gewerkschaftsvertreter betonen, dass die aktuelle Arbeitsbelastung nicht mehr tragbar sei – mit übermäßig vielen Überstunden und verdichteten Arbeitsabläufen. Teilweise liege der Überstundenzuschlag sogar unter dem regulären Stundenlohn.
Die Arbeitgeberseite hat bisher jedoch keine Reaktion gezeigt. Als Begründung für das Ausbleiben eines Angebots verwiesen sie auf die angespannte Haushaltslage der Kommunen. Die Pattsituation bedeutet, dass vor den nächsten Verhandlungen im Februar keine Lösung in Sicht ist.
Die festgefahrenen Gespräche lassen Tausende Beschäftigte im Nahverkehr auf Veränderungen warten. Sollte keine Einigung erzielt werden, sind weitere Verhandlungen nötig, um Löhne und Arbeitsbedingungen zu klären. Das Ergebnis wird sich direkt auf die Belegschaften der sieben kommunalen Verkehrsbetriebe in der Region auswirken.