04 March 2026, 17:33

Südzucker kämpft mit drastischem Gewinnrückgang trotz stabiler Jahresprognose

Ein Diagramm, das verlorene Einnahmen aufgrund globaler Wirtschaftseinbußen darstellt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.

Niedrige Preise haben Südzucker stark beeinflusst - Südzucker kämpft mit drastischem Gewinnrückgang trotz stabiler Jahresprognose

Südzucker verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr 2025/26

Der Zuckerproduzent Südzucker hat für das erste Halbjahr seines Geschäftsjahres 2025/26 einen deutlichen Rückgang der Gewinne gemeldet. Der Umsatz sank auf 4,199 Milliarden Euro – im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 5,092 Milliarden Euro gelegen. Trotz des Abschwungs hält die Unternehmensführung jedoch an ihrer Prognose für das gesamte Geschäftsjahr fest.

Fast alle Sparten des Konzerns waren mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Im Zuckergeschäft verbuchte Südzucker einen Verlust von 89 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 72 Millionen Euro erzielt worden war. Auch die Bioethanol-Tochter Cropenergies litt unter sinkenden Ethanolpreisen und schwächerer Nachfrage.

Lediglich die Frucht-Sparte konnte spürbare Verbesserungen vorweisen. Insgesamt brach der operative Konzerngewinn auf 42 Millionen Euro ein – im Vergleich zu 269 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das EBITDA ging stark zurück und fiel von 420 Millionen auf 189 Millionen Euro.

Der weltweite Zuckermarkt ist seit zwei Jahren von intensivem Preisdruck geprägt. Die Preise sanken von etwa 25 Cent pro Pfund Mitte 2024 auf unter 15 Cent pro Pfund Anfang 2026. Rekordproduktionen in Brasilien, Indien und Thailand in Kombination mit schwacher Nachfrage trieben den Verfall voran. Landwirte in wichtigen Exportregionen, darunter Südostasien und Lateinamerika, erlitten Verluste, während afrikanische Länder, die von Zuckerausfuhren abhängig sind, sinkende Einnahmen und höhere Lebensmittelinflation verzeichneten.

Trotz der Rückschläge hält Südzucker an seiner Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 fest. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Umsatz von 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro und einem operativen Gewinn zwischen 100 und 200 Millionen Euro.

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Die Halbjahresergebnisse unterstreichen den Druck, unter dem Südzucker durch fallende Zuckerpreise und schwächere Ethanol-Nachfrage steht. Da die meisten Sparten hinter den Erwartungen zurückblieben, setzt der Konzern auf die Frucht-Sparte, um die Verluste auszugleichen. Die Entscheidung der Unternehmensführung, die Jahresprognose beizubehalten, deutet auf die Erwartung einer Erholung im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres hin.