Stuttgarts Kulturszene kämpft gegen radikale Sparpläne der Stadt
Gerfried ThiesStuttgarts Kulturszene kämpft gegen radikale Sparpläne der Stadt
Kultur-Sparmaßnahmen in Stuttgart stoßen auf massiven Widerstand
Scharfe Kürzungen bei Kultur, Bildung und Sozialem in Stuttgart – zahlreiche Institutionen protestieren und starten eine Petition
- November 2025, 21:07 Uhr
Ein breites Bündnis in Stuttgart hat eine Petition gegen die geplanten Haushaltskürzungen der Stadt für die Jahre 2026/27 gestartet. Die Kampagne richtet sich gegen Einschnitte in den Bereichen Kultur, Bildung und soziale Dienstleistungen und warnt vor schweren Folgen für das lokale Zusammenleben und demokratische Werte. Unterstützt wird sie von großen Institutionen, Künstlern und zivilgesellschaftlichen Gruppen, die argumentieren, dass die Sparmaßnahmen mehr Schaden als Nutzen anrichten würden.
Anlass für die Petition ist der Entwurf des Stuttgarter Haushalts 2026/27, der drastische Kürzungen in zentralen Bereichen vorsieht. Allein der Kulturbereich soll jährlich um mehr als sechs Prozent gekürzt werden, in einigen Sparten fallen die Einschnitte noch deutlicher aus. Kritiker bemängeln, dass die Maßnahmen die Stuttgarter Kulturszene zwar formal aufrechterhalten, sie aber inhaltlich "aktiv, aber ausgehöhlt" zurücklassen würden – mit leeren Programmen bei intakter Infrastruktur.
Die Initiative hat bereits Kultureinrichtungen, Bildungsträger und soziale Dienstleister unter einem gemeinsamen Anliegen vereint. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, drohten der Stadt langfristige Verluste an Arbeitsplätzen, wirtschaftlicher Dynamik und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Nun wartet die Petition auf eine Reaktion der Stuttgarter Entscheidungsträger, während die Haushaltsdebatte weitergeht.