15 January 2026, 04:05

Stuttgart baut Zukunft: 261 Millionen für neues Physikzentrum der Uni

Das Universitätsgebäude Stuttgart, ein großes Gebäude mit vielen Fenstern, ist von Straßenlaternen, Fahrzeugen, Radfahrern, Schildern und Grün umgeben unter einem klaren blauen Himmel.

Stuttgart baut Zukunft: 261 Millionen für neues Physikzentrum der Uni

Baubeginn für neues Physikgebäude der Universität Stuttgart

Am 6. November 2025 hat offiziell der Startschuss für eines der größten Bauprojekte der Universität Stuttgart gefallen: den Neubau eines Physikgebäudes. Die Staatssekretärin im Finanzministerium, Gisela Splett, und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski gaben mit einem symbolischen Spatenstich den Auftakt. Die mit 261 Millionen Euro veranschlagte Investition soll die Forschungs- und Lehrbedingungen in der Landeshauptstadt nachhaltig verbessern.

Das neue Physikzentrum wird aus zwei Gebäudeteilen bestehen: einem für experimentelle Labore und einem weiteren mit Lehrräumen. Insgesamt entstehen auf rund 20.000 Quadratmetern moderne Arbeitsumgebungen für Studierende und Wissenschaftler:innen. Der Standort grenzt direkt an das Zentrum für Angewandte Quantentechnologie (ZAQuant) an und stärkt damit Stuttgarts Position als Standort für Spitzenforschung.

Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle – so sind etwa 5.000 Quadratmeter Photovoltaikflächen auf Dach und Fassade geplant. Das vom Hochschulbauamt Stuttgart und Hohenheim geleitete Projekt soll ein klimafreundliches Forschungszentrum schaffen. Die Finanzierung übernimmt vollständig das Land Baden-Württemberg. Gleichzeitig ermöglicht der Neubau dringend notwendige Sanierungen im bestehenden Naturwissenschaften-Komplex. Ab Frühjahr 2026 werden vier Institute – das Physikalische Institut (PI), das Institut für Theoretische Physik (ITP), das 1. Institut für Theoretische Physik (ITP1) sowie das Institut für Plasmaforschung und Technologie (IPF) – vorübergehend umziehen. Dieser schrittweise Ablauf soll die Beeinträchtigungen während der Modernisierungsarbeiten so gering wie möglich halten.

Die neuen Räumlichkeiten bieten künftig hochmoderne Forschungs- und Lehrinfrastrukturen und festigen Stuttgarts Ruf als bedeutender Standort für MINT-Fächer. Die Baumaßnahme kommt sowohl aktuellen als auch kommenden Generationen von Wissenschaftler:innen zugute. Nach Fertigstellung wird das Gebäude langfristig die Entwicklung in der Physik und verwandten Disziplinen unterstützen.