14 April 2026, 14:29

Streikwelle in Sachsen-Anhalt: Beschäftigte kämpfen gegen Ost-West-Lohngefälle und Niedriglöhne

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrikhalle mit Arbeitern, die an Maschinen arbeiten, umgeben von Metallstangen und -rohren, beschriftet mit 'Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland' unten.

Streikwelle in Sachsen-Anhalt: Beschäftigte kämpfen gegen Ost-West-Lohngefälle und Niedriglöhne

Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt kämpfen diese Woche gegen Niedriglöhne

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu Streiks bei zwei großen Arbeitgebern in der Region aufgerufen. Beschäftigte dieser Unternehmen verdienen derzeit teilweise nur 900 Euro im Monat – deutlich weniger als an anderen Standorten in Deutschland.

Die NGG startete am 19. und 20. Oktober Streiks bei Bonback, einer Bäckerei im Star Park Halle Queis. Das ursprünglich als ARTIback bekannte Unternehmen wurde vor zwei Jahren von der Schwarz Gruppe übernommen und später umbenannt. Zu dem Konzern gehören auch die Supermarktkette Kaufland und Lidl.

Zudem begann bei MEG, einem Getränkehersteller in Weißenfels – ebenfalls im Besitz der Schwarz Gruppe – ein dreitägiger Ausstand. Die Proteste der Gewerkschaft stehen unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer nieder" und richten sich gegen die Gehaltskluft zwischen Ost- und Westdeutschland.

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Die NGG macht deutlich: "Wir weigern uns, die Billiglohnzone des Ostens zu bleiben." Ihre Forderungen zielen darauf ab, die Lohnungleichheit zu beseitigen, die Beschäftigte in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu Kollegen in anderen Regionen benachteiligt.

Die Streiks richten sich gegen zwei Tochterunternehmen der Schwarz Gruppe und sollen faire Löhne in einer Region durchsetzen, die zu den niedrigsten Einkommen Deutschlands zählt. Mit Aktionen bei Bonback und MEG will die NGG die Arbeitgeber zu Verhandlungen über höhere Löhne zwingen. Das Ergebnis könnte wegweisend für andere Unternehmen in Ostdeutschland sein.

Quelle