24 January 2026, 14:48

Start-ups scheitern an Bürokratie – doch einige Bundesländer öffnen Türen

Eine detaillierte Karte der ersten deutschen Grafschaft Tirol, die geographische Elemente wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, ergänzt durch informative Texte und Bilder.

Start-ups scheitern an Bürokratie – doch einige Bundesländer öffnen Türen

Deutsche Start-ups kämpfen trotz ihrer Expertise in digitaler Innovation um öffentliche Aufträge. Komplizierte Vorschriften und strenge Anforderungen verhindern oft, dass sie sich überhaupt bewerben können. 2023 gaben Behörden zwar Aufträge im Wert von 123,5 Milliarden Euro in Auftrag – doch nur 7 Prozent der Start-ups erhielten den Zuschlag.

Die öffentliche Auftragsvergabe bleibt nach wie vor eine Domäne etablierter Unternehmen, die mehr als doppelt so viele Verträge einheimsen wie junge Firmen. Viele Start-ups scheitern bereits an den formalen Hürden: Ihnen fehlt die notwendige Finanzhistorie oder Referenzen, um sich zu qualifizieren. Dabei entwickeln sie häufig innovative digitale Lösungen, die Behörden dringend benötigen.

Einige Bundesländer gehen nun neue Wege. Die Hamburger Einheit GovTecHH hat die Verfahren für Aufträge unter 100.000 Euro vereinfacht. Baden-Württemberg, Bayern und Hessen führten 2024 start-up-freundliche Regeln ein: Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind, müssen keine Umsatz- oder Bilanznachweise mehr vorlegen. Baden-Württemberg erlaubt zudem Direktvergaben bis zur maximal zulässigen EU-Grenze. Eine interaktive Karte zeigt, wie unterschiedlich die Ansätze in Deutschland sind – wo es Sonderregelungen gibt und wie sie sich unterscheiden. Gleichzeitig könnten dynamische Instrumente wie App-Marktplätze für cloudbasierte IT-Lösungen Start-ups den Zugang zu öffentlichen Aufträgen weiter erleichtern.

Die Reformen in Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen sollen faire Wettbewerbsbedingungen schaffen. Weniger Bürokratie könnte Start-ups helfen, einen größeren Anteil der öffentlichen Aufträge zu gewinnen. Doch die meisten Regionen setzen weiterhin auf traditionelle Vergabeverfahren, die große, erfahrene Unternehmen begünstigen.