19 March 2026, 20:22

Sportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und Gleichberechtigung im Wintersport

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, mit einem Gebäude mit Fenstern und einer Tür, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Sportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und Gleichberechtigung im Wintersport

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt und wurde von Theresa Schopper, der Sportministerin Baden-Württembergs, geleitet. Im Mittelpunkt standen die Förderung von Bewegung bei Kindern, die langfristige Finanzierung des Spitzensports sowie die Durchsetzung von Gleichberechtigung im Wintersport.

Mehrere Minister forderten konkrete Maßnahmen – von einem Nationalen Aktionsplan für Jugendsport bis hin zur Aufnahme des Frauen-Nordischen Kombinierten in das Programm der Olympischen Spiele 2026.

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Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit einem Appell für einen kulturellen Wandel hin zu mehr Bewegung im Alltag von Kindern. Sie schlug einen Nationalen Aktionsplan vor, um körperliche Aktivität in Schulen und Gemeinden zu verankern. Andy Grote, Hamburger Sportsenator, unterstützte diese Forderung und drängte auf schnelle Maßnahmen, um Jugendliche zu mehr Bewegung zu motivieren.

Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport im Bund, kündigte zwei zentrale Vorhaben an: die Gründung eines unabhängigen Zentrums für sicheren Sport sowie eine stärkere Förderung von Spitzensportlern durch das Sportfördergesetz und eine neue Elite-Sport-Agentur. Daniela Behrens, Niedersachsens Sportministerin, begrüßte diese Beschlüsse und ergänzte, dass auch klarere finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen für Sportvereine vereinbart wurden.

Die Debatte um die Frauen-Nordische Kombination erreichte auf der Konferenz einen neuen Höhepunkt. Nach der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), den Wettbewerb 2024 von den Winterspielen 2026 auszuschließen, halten Athletinnen wie Gyda Westvold und FIS-Präsident Jasper Østergaard mit Protesten und Petitionen den Druck aufrecht. Zwar kündigte das IOC im Januar 2026 eine Prüfung für 2030 an, eine Zusage für Mailand-Cortina 2026 blieb jedoch aus. Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, forderte die Aufnahme des Wettbewerbs und mahnte eine zügige Umsetzung des Sportfördergesetzes an.

Schuster hob zudem die Initiative "Jugend trainiert" als zentrales Förderprogramm für Nachwuchsathleten hervor. Zum Abschluss der Konferenz standen Steuererleichterungen für Sportvereine und die Vorbereitungen auf kommende Großveranstaltungen im Fokus.

Die Konferenz endete mit Vereinbarungen zu sichereren Sportstrukturen, einer besseren Förderung von Spitzensportlern und anhaltendem Druck auf das IOC für die Aufnahme der Frauen-Nordischen Kombination. Die Minister legten zudem Pläne vor, um die Teilhabe von Jugendlichen am Sport durch nationale Strategien und finanzielle Reformen zu erhöhen. Die nächsten Schritte hängen nun von politischen Entscheidungen und weiteren IOC-Beschlüssen ab.

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