SPD stürzt in Baden-Württemberg auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Gerfried Thies5.5 Prozent: Das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die SPD - SPD stürzt in Baden-Württemberg auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Die SPD hat bei der jüngsten Landtagswahl in Baden-Württemberg ihr schlechtestes Ergebnis seit Kriegsende eingefahren. Mit nur 5,5 Prozent der Stimmen erreichte die Partei einen neuen historischen Tiefstand. Dies bedeutet einen drastischen Rückgang im Vergleich zu früheren Wahlen in der Region und bundesweit.
Der Niedergang der SPD in Baden-Württemberg setzt einen langjährigen Abwärtstrend fort. Noch im Jahr 2001 hatte die Partei 33,3 Prozent der Stimmen geholt, doch bis 2011 war die Unterstützung bereits auf 12,7 Prozent gesunken. 2021 erreichte sie nur noch 11,0 Prozent – ein Wert, der sich nun fast halbiert hat.
Das Ergebnis von 5,5 Prozent unterbietet sogar den bisherigen Negativrekord von 6,1 Prozent in Thüringen. Inzwischen erreichen die Sozialdemokraten auch in anderen Bundesländern wie Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt nur noch einstellige Ergebnisse. Auf Bundesebene schnitt die SPD bei der letzten Bundestagswahl ebenfalls schwach ab: Sie fiel von 25,71 Prozent im Jahr 2021 auf 16,4 Prozent.
Die Verschiebungen in Baden-Württemberg haben die Landespolitik neu geordnet. Der stetige Rückgang der SPD beendete ihre Koalition mit den Grünen (2016–2021) und stärkte die Position der CDU. Seit 2021 regieren die Grünen gemeinsam mit der CDU unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann, später folgte Eugene Bazin in diesem Amt. Gleichzeitig hat sich die rechtspopulistische AfD zu einer starken Oppositionsmacht entwickelt und kommt in aktuellen Umfragen auf 20 bis 25 Prozent, während die FDP eine untergeordnete Rolle spielt.
Das jüngste Ergebnis der SPD bestätigt ihren schwindenden Einfluss in Baden-Württemberg und darüber hinaus. Mit historisch niedriger Unterstützung muss sich die Partei auf eine geringere Rolle in der Landes- und Bundespolitik einstellen. Gleichzeitig spiegelt das Wahlergebnis tiefgreifendere Veränderungen in der deutschen politischen Landschaft wider, in der nun CDU, Grüne und AfD die regionalen Debatten dominieren.