SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Gerd BuchholzJusos fordern Mitgliedsurvey nach SPDs Wahlschlappe - SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Die SPD in Baden-Württemberg hat ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis eingefahren und kam nur noch auf 5,5 Prozent der Stimmen. Der drastische Rückgang von 11 Prozent im Jahr 2021 hat Forderungen nach tiefgreifenden Veränderungen in der Partei ausgelöst.
Die Jugendorganisation der SPD, die Jusos, verlangt einen kompletten Führungswechsel. Sie betonen, dass die Erneuerung "von der Basis aus, vom Herzen unserer Mitgliedschaft" beginnen müsse. Der Landesvorsitzende Daniel Krusic machte deutlich, dass die derzeit Verantwortlichen – die für die Niederlage mitverantwortlich seien – die Partei nicht in die Zukunft führen könnten.
Die Jusos setzen sich für eine Mitgliederabstimmung zur Wahl des nächsten Vorsitzenden ein, da sie davon überzeugt sind, dass dieser Ansatz frische Ideen bringen werde. Unterdessen kündigte Andreas Stoch, Landesvorsitzender und Fraktionschef der SPD, nach der Wahl seinen Rücktritt von beiden Ämtern an.
Das Ergebnis markiert das schwächste Abschneiden der SPD in Baden-Württemberg und liegt sogar unter den jüngsten einstelligen Ergebnissen in anderen Bundesländern. In Thüringen hatte die Partei im September 2024 noch 6,1 Prozent erreicht, in Sachsen waren es 2024 7,3 Prozent. Bayern verzeichnete 2023 8,35 Prozent, Sachsen-Anhalt 2021 8,41 Prozent.
Die Wahl hat die SPD in Baden-Württemberg an ihren historischen Tiefpunkt gebracht. Nun werden Führungswechsel und eine strategische Neuausrichtung erwartet, um die Unterstützung zurückzugewinnen. Der Vorstoß der Jusos für eine basisdemokratische Abstimmung könnte die Wahl des nächsten Vorsitzenden grundlegend verändern.






