Spahn lehnt Koalitionen mit AfD oder der Linken trotz aktueller Wahlumfragen ab
Hans-Josef BeckmannSpahn: Es wird nicht besser mit Reichinnek als mit Honecker - Spahn lehnt Koalitionen mit AfD oder der Linken trotz aktueller Wahlumfragen ab
Unionsfraktionschef Jens Spahn schließt künftige Zusammenarbeit mit AfD oder der linken Wahlumfragen kategorisch aus. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der aktuelle Umfragen nahelegen, dass eine Regierungsbildung ohne eine dieser Parteien bald kaum noch möglich sein könnte. Die politische Landschaft in Ostdeutschland hat sich seit dem CDU-Beschluss von 2018, beide Gruppen von Koalitionen auszuschließen, deutlich verändert.
2018 hatte die CDU auf einem Parteitag offiziell Bündnisse mit der AfD und der Linken verboten. Damit wollte sich die Unionspartei von beiden politischen Rändern abgrenzen. Seither hat die AfD jedoch in ostdeutschen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt stark zugelegt und liegt in Umfragen vor den Wahlen 2026 vorn.
Spahn kritisierte jüngst die AfD wegen angeblicher Russland-Verbindungen und interner Vetternwirtschaft. Die Linke warf er vor, antisemitische Persönlichkeiten in Führungspositionen zu dulden und sozialistische Politik zu betreiben. Seine Aussagen spiegeln wachsende Sorgen über eine Radikalisierung der AfD wider, sollte sie an die Macht kommen.
Angesichts der Verluste demokratischer Parteien rückt nun eine engere Abstimmung zwischen CDU und SPD in den Fokus – mit dem Ziel, eine Mehrheit ohne die AfD zu bilden. Doch die Umfragen deuten an, dass diese Strategie in einigen Regionen nicht mehr tragfähig sein könnte.
Die Haltung der CDU bleibt zwar unverändert, doch die politische Realität verschiebt sich. Ohne AfD oder der linken Wahlumfragen könnte die Bildung einer stabilen Regierung in Schlüsselbundesländern schwierig werden. Die anstehenden Wahlen werden zeigen, ob die demokratischen Parteien die Kontrolle ohne Kompromisse halten können.






