Solingens Innenstadt vor radikaler Umgestaltung – doch der Masterplan fehlt noch
Gerfried ThiesSolingens Innenstadt vor radikaler Umgestaltung – doch der Masterplan fehlt noch
Solingens Innenstadt steht in den kommenden Jahren vor einem tiefgreifenden Wandel. Bezirksbürgermeister Dirk Errestink räumt die bevorstehenden Herausforderungen ein, sieht aber erste Anzeichen von Fortschritt. Die Zeit seit 2019 bezeichnet er als weitgehend unproduktiv für die Entwicklung des Gebiets.
Errestink weist Vorwürfe zurück, die Neugestaltung mangele es an einer klaren Strategie. Er betont, dass vor Baubeginn ein umfassender Masterplan für die Innenstadt vorliegen müsse. Die Erarbeitung eines solchen Plans, warnt er, werde Zeit benötigen und lasse sich nicht überstürzen.
Die Umgestaltung zählt zu den größten kommunalpolitischen Aufgaben Solingens. Unabhängige Beobachter bestätigen, dass sich seit 2019 kaum etwas in der Innenstadt verändert habe. Errestink lobt jedoch die Initiative Mitteschmiede und deren Vertreter Guido Eusani für ihr engagiertes Mitwirken bei der Zukunftsgestaltung des Viertels.
Eine breite Mehrheit im Bezirksrat unterstützt bereits die Umgestaltung des Fronhof-Platzes. Bis zum Herbst müssen noch Förderanträge im Rahmen des Integrierten Städtischen Entwicklungskonzepts (ISEK) eingereicht werden. Das Projekt steckt noch in den Anfängen, konkrete Baumaßnahmen stehen nicht unmittelbar bevor. Zunächst muss ein detaillierter Masterplan erstellt und verabschiedet werden. Die Frist für die Förderanträge verleiht dem Prozess zusätzliche Dringlichkeit.






