Solingens Innenstadt braucht dringend einen Masterplan gegen den Niedergang
Gerd BuchholzSolingens Innenstadt braucht dringend einen Masterplan gegen den Niedergang
Solingens Innenstadt kämpft mit tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Problemen. Leerstehende Ladenlokale, eine schrumpfende Zahl an Geschäften sowie ein Mangel an Gastronomie und Begegnungsstätten prägen das heutige Bild. Der Niedergang vollzog sich schleichend – über viele Jahre hinweg.
Die Ursachen für den Abwärtstrend liegen nur teilweise in Solingens Hand. Größere Städte haben wichtige Dienstleistungen abgezogen, während der Online-Handel den lokalen Einzelhandel zusätzlich schwächte. Trotz Bemühungen der Politik fehlt es bisher an einer abgestimmten Gesamtstrategie – einzelne Projekte und Fachkonzepte wirken noch zu isoliert.
Nun gilt ein umfassender Masterplan als unverzichtbar. Er muss den gesamten Innenstadtring einbeziehen und städtebauliche, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische sowie gemeinwesenorientierte Aspekte verbinden. Auch angrenzende Bereiche wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, der Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel sollten in den Fokus rücken.
Ein zentrales Hindernis bleibt die finanzielle Handlungsfähigkeit. Die Stadt braucht mehr Spielraum, um in moderne, energieeffiziente Lösungen zu investieren. Die Erneuerung muss sofort beginnen – bereits in der Planungsphase gilt es, die kommunalen Finanzen zu stärken und nachhaltige Entwicklungen zu fördern.
Der Ansatz wandelt sich: Statt vereinzelter Maßnahmen steht nun eine flächendeckende Aufwertung im Mittelpunkt. Entscheidend wird sein, eine mobile, gut verdienende Zielgruppe anzuziehen – nur so lässt sich der Abwärtstrend umkehren. Ohne diese Dynamik droht der Innenstadt weiterer Stillstand.
