SkF schließt nach 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – was bleibt?
Hans-Josef BeckmannSkF schließt nach 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – was bleibt?
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig
Die Schließung erfolgt, nachdem sich der lokale Verband des SkF aufgrund finanzieller Engpässe auflöst. Nicht alle Angebote fallen jedoch komplett weg – einige werden von einem anderen Träger übernommen.
Seit Jahrzehnten betrieb der SkF in Braunschweig Schwangerschafts- und Familienberatung. Allein im vergangenen Jahr suchten fast 330 Frauen und Familien die Einrichtung auf. Weitere 89 Familien nahmen an präventiven Programmen wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ teil. Für diese beiden Projekte steht jedoch noch kein neuer Anbieter fest – sie enden mit der Schließung.
Die Räumlichkeiten in der Kasernenstraße 30 bleiben nicht leer: Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Schwangerschaftsberatung am selben Standort. Für die Ratsuchenden ändert sich wenig – außer dem Briefkopf auf den Dokumenten. Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin des SkF und Schwangerschaftsberaterin, wird in Teilzeit weiter für Caritas arbeiten.
Trotz großen Engagements der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen nannte der SkF fehlende finanzielle Mittel als Grund für die Schließung. Die Organisation bedankte sich bei regionalen Förderern, darunter die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stiftung Großes Waisenhaus.
Der Braunschweiger SkF-Verband löst sich Ende des Monats offiziell auf. Während Caritas die Schwangerschaftsberatung fortführt, entfallen andere Angebote – darunter die beiden Präventionsprojekte. Ziel des Übergangs ist es, die Unterstützung für Frauen und Familien möglichst nahtlos zu gestalten.
