Schwerer Sozialbetrug in Freiburg: 49-Jähriger muss sich wegen Corona-Hilfen und Lohnverstößen verantworten
Gerd BuchholzSchwerer Sozialbetrug in Freiburg: 49-Jähriger muss sich wegen Corona-Hilfen und Lohnverstößen verantworten
Am 30. März 2026 muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen des Verdachts auf Sozialbetrug und Subventionsbetrug verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen nicht angemeldete Beschäftigte, vorenthaltene Sozialabgaben sowie gefälschte Anträge auf Corona-Hilfsgelder. Prozessbeginn ist für 9 Uhr vorgesehen.
Die Vorwürfe basieren auf langjährigen Ermittlungen gegen ein Freiburger Bau- und Reinigungsunternehmen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Jahr 2016 21 bulgarische Arbeiter ohne Sozialversicherungsmeldung beschäftigt zu haben, während diese Mauerarbeiten auf einer großen Baustelle im Süden Freiburgs ausführten. Dadurch seien Sozialabgaben in Höhe von rund 188.000 Euro vorenthalten worden.
Zudem soll der Mann sich etwa 60.000 Euro an staatlichen Hilfsleistungen erschlichen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Frühjahr 2020 bei der Beantragung von Corona-Soforthilfen falsche Angaben gemacht zu haben.
Weiterhin wird dem Angeklagten zur Last gelegt, zwischen März 2020 und November 2021 mehrfach Löhne einbehalten und veruntreut zu haben. Diese Vorwürfe werden im Prozess gemeinsam mit den weiteren Betrugsdelikten geprüft.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf schwere Verstöße gegen Arbeits- und Finanzvorschriften. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten Strafen wegen Betrugs, Lohnvorenthaltung und der Veruntreuung öffentlicher Mittel. Das Gericht wird Beweise zu nicht angemeldeten Beschäftigungsverhältnissen, falschen Subventionsanträgen und Lohnverstößen würdigen.






