Schießerei in Göppingen: Iraker wegen versuchten Mordes angeklagt
Gerd BuchholzMann wegen versuchten Mordes angeklagt - Schießerei in Göppingen: Iraker wegen versuchten Mordes angeklagt
Ein 34-jähriger Iraker ist nach einer Schießerei in Göppingen wegen mehrerer schwerer Straftaten angeklagt worden. Die Tat ereignete sich Mitte Mai und verließ ein 24-jähriges Opfer verletzt, aber am Leben. Die Behörden haben nun offiziell Anklage erhoben, darunter wegen versuchten Mordes und des Besitzes einer Kriegswaffe.
Der Beschuldigte soll während eines Streits mit dem Opfer mit einer Maschinenpistole das Feuer eröffnet haben. Berichten zufolge wurde der 24-Jährige von einem Komplizen festgehalten, konnte jedoch mit drei weiteren Personen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren fliehen. Der Verdächtige feuerte weiter, verfehlte sein Ziel jedoch und ergriff mit seinem Komplizen die Flucht, als die Gruppe verschwand.
Der Mann befindet sich seit Ende Mai in Untersuchungshaft. Gegenüber den Ermittlern schweigt er beharrlich, sodass seine Motive weiterhin unklar bleiben. Aus Gerichtsakten geht hervor, dass er eine lange Vorgeschichte gewalttätiger Straftaten hat und erst wenige Monate vor dem Angriff aus dem Gefängnis entlassen worden war.
Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mindestens drei Jahre Haft, bei den schwersten Vorwürfen sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Der Fall wird nun durch das Justizsystem weiterverfolgt, während die Staatsanwaltschaft die Beweismittel für den Prozess vorbereitet. Die kriminelle Vergangenheit des Beschuldigten und die Schwere der Vorwürfe deuten auf ein langwieriges Verfahren hin. Das Opfer sowie Zeugen sollen im Rahmen der weiteren Ermittlungen aussagen.