SC Freiburg vor Europa-League-Krimi: Druck durch Fans und UEFA-Sanktionen
Hans-Josef BeckmannFreiburger Fans unter Beobachtung: "Nichts zu verbrennen" - SC Freiburg vor Europa-League-Krimi: Druck durch Fans und UEFA-Sanktionen
SC Freiburg bereitet sich auf das Europa-League-Duell gegen den FC Utrecht vor – doch die Stimmung ist belastet
Vor dem anstehenden Europa-League-Spiel gegen den FC Utrecht steht der SC Freiburg unter wachsendem Druck wegen des Verhaltens seiner Fans. Der Trainer der Breisgauer mahnt zur Mäßigung, während die UEFA bereits Strafen wegen früherer Vorfälle verhängt hat. Beide Mannschaften gehen mit gegensätzlicher Form in die Partie.
Freiburg liegt nach einem Sieg und einem Unentschieden in den ersten beiden Gruppenspielen gut im Rennen. Doch die sportlichen Erfolge werden von disziplinarischen Problemen überschattet: Die UEFA verhängte kürzlich eine Geldstrafe gegen den Verein und verpasste ihm eine teilweise Stadion-Sperre auf Bewährung, nachdem Fans Pyrotechnik gezündet hatten. Vor dem Heimspiel am Donnerstag gegen Utrecht appellierte Trainer Julian Schuster nun an die Anhänger, auf Feuerwerkskörper zu verzichten.
Die Aufgaben für Freiburg werden zusätzlich durch die Verletzung von Mittelfeldspieler Patrick Osterhage erschwert, der mit Muskelproblemen ausfällt. Verteidiger Philipp Lienhart betonte unterdessen die Bedeutung einer ausverkauften Arena: "Die Energie der Fans ist entscheidend für unsere Leistung." Der FC Utrecht hingegen reist mit schwacher Auswärtsbilanz an – beide Gruppenspiele gingen mit 0:1 verloren. Im Kader der Niederländer steht mit Sébastien Haller jedoch ein ehemaliger Bundesliga-Stürmer, der Erfahrung aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund mitbringt. Trotz der aktuellen Schwächephase hat Utrecht in dieser Europa-League-Saison bereits 17 Tore erzielt, kassierte aber auch 13 Gegentreffer.
Für Freiburg gilt es nun, sportliche Ambitionen mit der Vermeidung weiterer Fan-Sanktionen in Einklang zu bringen. Ein Sieg würde die Position in der Gruppe festigen, während Utrecht dringend die ersten Punkte der Kampagne braucht. Besonders brisant: Für Haller bedeutet die Partie ein Wiedersehen mit dem deutschen Fußball – und verleiht dem Spiel eine zusätzliche Note.