14 January 2026, 14:37

Satire-Gedicht über Baerbock und Habeck löst Eklat im Auswärtigen Amt aus

Eine Karikatur einer Gruppe von Menschen, die um einen Tisch sitzen, wobei eine Person ein Objekt hält und ein Text auf dem Papier vor ihnen die Überschrift "Friedrich von Bismarcks Karikatur des Tages" trägt.

"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Satire-Gedicht über Baerbock und Habeck löst Eklat im Auswärtigen Amt aus

Ein satirisches Gedicht, das Annalena Baerbock und Robert Habeck auf die Schippe nahm, hat für Aufsehen gesorgt, nachdem es in einer offiziellen Zeitschrift erschienen war. Der unter dem Titel 'Dreh die Heizung ab, zieh einen Pulli an' veröffentlichte Text zielte auf Baerbock und Habeck ab, ohne sie jedoch namentlich zu nennen. Das im Januar 2026 publizierte Gedicht wurde später aus dem Verkehr gezogen, nachdem ihm Sexismus und politische Voreingenommenheit vorgeworfen worden waren.

Das Gedicht mit dem Titel 'Ken & Barbie' erschien in 'InternAA', dem hausinternen Magazin des Auswärtigen Amts. Verfasst von einem ehemaligen Mitarbeiter, der einst unter Baerbock und Habeck gearbeitet hatte, bediente es sich scharfer Metaphern, um deren Amtszeit in der Regierung zu kritisieren. Zeilen wie 'Die Welt, feministisch durchdesignt, sollte gerettet werden - doch nicht alle lachten mit' oder 'Glanzvolle Reden, ohne Können, verloren die Menschen aus den Augen' richteten sich gegen ihre Politik während der Ampelkoalition.

Beide Politiker hatten ihr Amt bereits Monate zuvor verlassen. Baerbock war im September 2025 als Außenministerin zurückgetreten, um Präsidentin der UN-Generalversammlung zu werden. Habeck schied am 1. September aus und gab sein Bundestagsmandat auf, um eine Forschungsstelle in Dänemark anzutreten. Die Streichung des Gedichts folgte nach Beschwerden über dessen Ton und Inhalt - Kritiker hielten es für unangemessen in einer offiziellen Veröffentlichung.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Spannungen innerhalb des Auswärtigen Amts hinsichtlich politischer Äußerungen in internen Medien. Der Verfasser, ein ehemaliger Mitarbeiter, blieb anonym, doch die Kontroverse lenkt die Aufmerksamkeit auf die Grenzen von Satire in Regierungsveröffentlichungen. Die Entscheidung der Redaktion, den Text zurückzuziehen, erfolgte nach Vorwürfen wegen vermeintlich sexistischer Untertöne und parteiischer Botschaften.