08 June 2026, 14:22

Satellitennetze sollen Deutschlands Funklöcher bis 2028 schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satellitennetze sollen Deutschlands Funklöcher bis 2028 schließen

Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satellitennetze, um Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen. Neue Partnerschaften sollen zuverlässige Konnektivität in abgelegene Gebiete und in Notfallsituationen bringen. Der Schritt folgt der wachsenden Nachfrage nach nahtloser Kommunikation – selbst dort, wo herkömmliche Netze versagen.

OQ Technology, ein europäisches Satellitenunternehmen, treibt diese Entwicklung maßgeblich voran. Das Unternehmen plant, 2023 fortschrittliche Satelliten zu starten, die mit EU-Förderung entwickelt wurden und weltweit bidirektionale Kommunikation ermöglichen sollen. Ab dem nächsten Jahr will OQ Technology eine neue Generation von Satelliten in Betrieb nehmen. Diese werden eine Zwei-Wege-Kommunikation ermöglichen und so für schnellere und zuverlässigere Abdeckung sorgen. Bis Ende 2027 strebt das Unternehmen 48 funktionsfähige Satelliten an, sodass jeder Punkt der Erde alle 30 Minuten ein Signal empfangen kann.

Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt finanziell und betont dessen strategische Bedeutung. Die Satelliten von OQ werden von Europa aus gesteuert und nutzen eine europäische Cloud-Infrastruktur. Dieser Ansatz steht im Einklang mit den Bestrebungen, die Abhängigkeit von Anbietern außerhalb der EU zu verringern.

Unterdessen gehen Deutschlands Telekommunikationsriesen eigene Satellitenpartnerschaften ein. Vodafone arbeitet mit AST SpaceMobile zusammen, um mobilfunkbasierte Dienste aus dem All bundesweit anzubieten. Die Deutsche Telekom kooperiert ihrerseits mit Starlink und plant, bis 2028 die Mobilfunkabdeckung in abgelegenen Regionen auszubauen.

O2 Telefónica hat sich mit OQ Technology für ein Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern verbunden. Ab Anfang 2027 sollen in der Nähe von Waren an der Müritz Tests durchgeführt werden. Das Projekt zielt darauf ab, zu prüfen, wie Satellitenverbindungen bestehende Netze ergänzen können – insbesondere in Gebieten mit schlechter Abdeckung.

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Das übergeordnete Ziel besteht darin, Funklöcher zu beseitigen und in Katastrophenfällen Backup-Kommunikation zu gewährleisten. Satellitennetze könnten sicherstellen, dass Rettungsdienste und ländliche Gemeinden auch dann verbunden bleiben, wenn die traditionelle Infrastruktur ausfällt. Bis 2028 sollen mobilfunkbasierte Satellitendienste in Deutschlands am schwersten erreichbaren Regionen Realität werden. Das wachsende Netz von OQ Technology sowie die Kooperationen von Vodafone, Deutscher Telekom und O2 werden dabei eine Schlüsselrolle spielen. Der Wandel verspricht nicht nur bessere Konnektivität im Alltag, sondern auch in kritischen Notfallsituationen.

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