23 May 2026, 16:25

Salzgitter blockiert Tiny Houses für Senioren – nur zwei Stimmen für den umstrittenen Antrag

Baugenehmigungen für Tiny Houses? So entschied der Rat in Salzgitter

Salzgitter blockiert Tiny Houses für Senioren – nur zwei Stimmen für den umstrittenen Antrag

Ein Antrag der DiBo-Gruppe, in Salzgitter winzige Häuser für Senioren zuzulassen, ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Die Initiative sollte die Kosten für die Altenpflege senken und gleichzeitig bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum bieten. Bei der Abstimmung unterstützten jedoch nur zwei Ratsmitglieder den Vorschlag.

Die DiBo-Gruppe, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, hatte den Antrag eingebracht, um Baugenehmigungen für Tiny Houses zu vereinfachen. Ihr Plan umfasste klare Regelungen für den Bau und die Platzierung in bestehenden und künftigen Baugebieten.

Ihrer Argumentation zufolge hätten die Minihäuser die finanzielle Belastung des städtischen Seniorenpflegesystems verringert. Die kompakten, oft barrierefreien Wohnungen böten älteren Bürgern eine praktische Möglichkeit, ihren Wohnraum zu verkleinern – und würden so teure Umbauten in herkömmlichen Wohnungen überflüssig machen.

Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Vorschlag mit großer Mehrheit ab. Am Ende stimmten nur zwei Mitglieder dafür, womit die Initiative endgültig gescheitert ist.

Die Ablehnung bedeutet, dass Salzgitter vorerst keine Regelungen für Tiny Houses einführen wird. Die Stadt wird die Seniorenwohnungen weiterhin über die bestehenden Systeme verwalten. Der Antrag der DiBo-Gruppe wurde ohne weitere Diskussion ad acta gelegt.

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