Sabotagewelle 2025: 93 gezielte Anschläge auf Deutschlands Verkehrsinfrastruktur erschüttern das Land
Brigitta SchülerSabotagewelle 2025: 93 gezielte Anschläge auf Deutschlands Verkehrsinfrastruktur erschüttern das Land
Deutsche Verkehrsinfrastruktur erlebte 2025 einen drastischen Anstieg gezielter Anschläge
Offizielle Daten des Bundeskriminalamts (BKA) verzeichneten für das Jahr 2025 insgesamt 93 Straftaten, die als vorsätzliche Sabotage eingestuft wurden. Betroffen waren Züge, Signalanlagen und andere kritische Systeme im gesamten Land.
Das Jahr begann mit einer Entgleisung eines Güterzugs zwischen Essen und Oberhausen am 12. Januar. Ermittler entdeckten eine Metallklemme auf den Gleisen, die die vordere Achse der Lokomotive zum Entgleisen brachte. Nur kurz darauf sollte ein US-Militärkonvoi dieselbe Strecke passieren.
Im Berliner Bezirk Wuhlheide legte ein Brand in einem Kabelkanal im Januar den Regionalverkehr lahm. Eine linksextremistische Gruppe bekannte sich später zu dem Anschlag.
Weitere Vorfälle folgten im Sommer. Ende Juli führten zwei Kabelbrände auf der Strecke Duisburg–Düsseldorf zu Sperrungen und Ausfällen. Die Behörden gingen von vorsätzlicher Sabotage aus. Im August durchtrennten Unbekannte dann Kabel, die Weichen und Signale in der Nähe des Bahnhofs Coburg steuerten.
Das BKA registrierte zudem 12 Straftaten unter der Rechtskategorie „agenturische Tätigkeit zu Sabotagezwecken“ – ein Hinweis auf mögliche ausländische Verstrickung in einigen Fällen. Seit mindestens 2022 häufen sich in Deutschlands Bahnnetz Verdachtsfälle auf Sabotage.
Der deutliche Anstieg 2025 brachte es auf insgesamt 93 erfasste Sabotagedelikte. Die Angriffe richteten sich gegen verschiedene Verkehrsanlagen, Systeme und Betreiber, unterbrachen den Betrieb und warfen Fragen zur Sicherheit kritischer Infrastrukturen auf.






