15 February 2026, 16:51

Rückversicherer suchen nach Lösungen für Klimarisiken und volatile Märkte

Ein Plakat mit dem Gebäude der New York Mutual Life Insurance Co., umgeben von Menschen und Fahrzeugen, mit Text unten.

Rückversicherer suchen nach Lösungen für Klimarisiken und volatile Märkte

Die Rückversicherungsbranche steht unter wachsendem Druck, sich anzupassen, da globale Risiken immer komplexer werden. Führende Vertreter trafen sich beim jährlichen Baden-Badener Rückversicherungssymposium, um über die Ausweitung der Risikotransferkapazitäten und die Entwicklung neuer Lösungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Innovation, klimabedingte Herausforderungen und die Rolle des Sektors bei der Stabilisierung volatiler Märkte.

An der Veranstaltung nahmen zentrale Akteure teil, darunter Clemens Jungsthöfel, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. Er betonte, dass Rückversicherungen in einer unberechenbaren Welt ein entscheidender Stabilisator seien. Gleichzeitig forderte Laurent Rousseau, CEO für die Region EMEA und Global Capital Solutions bei Guy Carpenter, die Branche auf, über traditionelle Risikomodelle hinauszugehen.

Die Nachfrage nach innovativen Versicherungslösungen ist in den letzten fünf Jahren stark gestiegen. Klimarisiken und technologischer Fortschritt treiben diesen Wandel voran – insbesondere in Bereichen wie Landwirtschaft, Energie und branchenübergreifend in von Katastrophen bedrohten Sektoren. Parametrische Versicherungen, bei denen Auszahlungen durch vorab definierte Ereignisse ausgelöst werden, haben sich als beliebtes Instrument etabliert, etwa zum Schutz vor Ernteausfällen, zur Absicherung erneuerbarer Energien oder in der Luftfahrtsicherheit.

Auch andere Branchenführer unterstrichen die Notwendigkeit des Wandels. Penny Seach, Gruppen-Chefunterwriterin bei Zurich Insurance, argumentierte, dass aktuelle Risiken frische Ansätze erfordern. Tanguy Touffut, CEO von Descartes Underwriting, wies darauf hin, dass Krisen oft die Bedeutung von Rückversicherungen offenbaren und gleichzeitig Raum für neue Ideen schaffen. Amy Barnes, globale Leiterin des Bereichs Energie & Strom bei Marsh, betonte die Verantwortung der Branche bei der Bewältigung dieser sich wandelnden Herausforderungen.

Das Symposium machte einen klaren Trend deutlich: Rückversicherer müssen innovativ sein, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Parametrische Produkte und erweiterte Risikotransferlösungen prägen bereits heute die Absicherung in Hochrisikobereichen. Angesichts der sich verschärfenden Klimarisiken und technologischen Herausforderungen wird die Anpassungsfähigkeit der Branche über ihre künftige Rolle für die globale Stabilität entscheiden.

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