Rhein-Neckar Fernsehen schließt nach 40 Jahren endgültig seine Tore
Gerfried ThiesRhein-Neckar Fernsehen schließt nach 40 Jahren endgültig seine Tore
Rhein-Neckar Fernsehen (RNF), Deutschlands ältester privater Regionalsender, stellt nach 40 Jahren endgültig den Betrieb ein. Der Sender hatte seine Ausstrahlungen kurz vor Weihnachten wegen finanzieller Probleme eingestellt. Nun haben die Insolvenzverfahren die endgültige Schließung bestätigt.
Der Zusammenbruch des Senders ist das Ergebnis monatelanger finanzieller Belastungen. Im Dezember musste RNF den Sendebetrieb einstellen, nachdem die Mittel aufgebraucht waren. Trotz der Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens scheiterten alle Bemühungen, einen neuen Investor zu gewinnen.
Der Insolvenzverwalter Wahl gab später die Schließung bekannt und räumte ein, dass es keine Möglichkeit mehr gebe, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Bis zum 2. Februar waren alle 15 Mitarbeiter aus ihren Verträgen entlassen worden. Wahl bedauerte das Ergebnis, bestätigte jedoch, dass eine Fortführung des Unternehmens nicht mehr machbar sei.
Gläubiger wurden inzwischen aufgefordert, ihre Forderungen gegen die Insolvenzmasse geltend zu machen. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) bezeichnete den Verlust als einen Schlag für die Medienvielfalt in der Region.
RNF hatte in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiern wollen. Stattdessen hinterlässt die Schließung eine Lücke in der lokalen Berichterstattung. Das Ende des Senders markiert das finale Stadium eines langen Niedergangs – ein Ersatz für die regionale Programmabdeckung ist vorerst nicht in Sicht.