06 April 2026, 16:21

Revolutionärer 3D-Drucker in Stuttgart beschleunigt Autoentwicklung radikal

Ein 3D-Drucker auf einem Holztisch mit einer Glastür links und einem Stuhl rechts, vor Regalen mit verschiedenen Gegenständen im Hintergrund.

Revolutionärer 3D-Drucker in Stuttgart beschleunigt Autoentwicklung radikal

Neuer Hochgeschwindigkeits-3D-Drucker bei Arena2036 in Stuttgart im Einsatz

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Am Forschungscampus Arena2036 in Stuttgart ist ein neuer Hochgeschwindigkeits-3D-Drucker in Betrieb genommen worden. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) nutzen ihn, um die Herstellung von Kunststoffteilen für Autos deutlich zu beschleunigen. Die Technologie könnte die Entwicklungszeiten von mehreren Monaten auf nur wenige Wochen verkürzen.

Der Drucker setzt zwei Faserlaser ein, die schneller und präziser arbeiten als ältere CO₂-Laser. Dadurch lassen sich funktionsfähige Kunststoffbauteile in deutlich kürzerer Zeit fertigen. Statt bisher bis zu sechs Monate dauert der Prozess nun nur noch zwei bis drei Wochen.

Als Material kommt ein Polypropylen-Pulver zum Einsatz, das mit winzigen Glaspartikeln angereichert ist. Diese Mischung verleiht den gedruckten Teilen eine höhere Steifigkeit und Langlebigkeit. Ein integrierter Sensor überwacht den Druckvorgang in Echtzeit, indem er reflektierte Signale erfasst – so werden Qualität und Genauigkeit sichergestellt.

Die Forscher optimieren derzeit das Verfahren, um es an die Eigenschaften des neuen Materials anzupassen. Ziel ist es, komplexe Formen sicher und zuverlässig herzustellen. Zwar beschleunigt der 3D-Druck die Prototypenentwicklung, für die Massenproduktion bleibt jedoch das klassische Spritzgießen die bessere Wahl.

Die eingesparte Zeit verschafft den Entwicklern mehr Spielraum: Sie können Bauteile weiter verfeinern oder sie schneller auf den Markt bringen. Dieser neue Ansatz könnte die Fertigung von Kunststoffteilen in der Automobilindustrie grundlegend verändern. Schnellere Produktion bedeutet kürzere Testphasen und Anpassungen vor der finalen Werkzeugherstellung – für Autohersteller eine Möglichkeit, Komponenten in einem Bruchteil der üblichen Zeit zu entwickeln und zu verbessern.

Quelle