Rettungshundeteam Albstadt: Wie Martina Ristau mit ihren Malinois Leben rettet
Gerd BuchholzRettungshundeteam Albstadt: Wie Martina Ristau mit ihren Malinois Leben rettet
Martina Ristau leitet das Rettungshundeteam Albstadt – ein Einsatzteam, das jederzeit bereitsteht. Mit fast 20 Jahren Erfahrung lebt sie mit zwei ausgebildeten Malinois-Hunden, die auf Suchmissionen spezialisiert sind. Allein in diesem Jahr hat das Team zehn Einsätze absolviert – von der Suche nach vermissten Personen bis hin zur Unterstützung bei Suizidpräventionsfällen.
Das Rettungshundeteam Albstadt wurde 1999 als Teil des Deutschen Rettungshundevereins (gegründet 1976) ins Leben gerufen. Heute besteht es aus elf aktiven Mitgliedern und zwölf Hunden, von denen vier voll einsatzfähig zertifiziert sind.
Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert etwa zwei Jahre und umfasst drei Prüfungen: eine Vorprüfung, die Hauptprüfung und den Einsatztest. Nicht jeder Hund besteht die Anforderungen – nur Tiere mit ausgeprägtem Gehorsam, einer bestandenen Begleithundeprüfung und zuverlässigem Rückruf werden zugelassen. Auch die Hundeführer müssen strenge Kriterien erfüllen, darunter körperliche Fitness, Kartenlesen und GPS-Kenntnisse.
Ristaus Ehemann übernimmt im Team die Rolle des Einsatzleiters und koordiniert die Operationen, sobald ein Alarm eingeht. Im Gegensatz zu Spurensuchhunden, die einer bestimmten Geruchsfährte folgen, geben Flächenrettungshunde durch Bellen an, wenn sie eine Person gefunden haben. Diese Methode ermöglicht es, in dringenden Fällen größere Gebiete schneller abzusuchen.
Die Arbeit des Teams basiert auf dem Zusammenspiel von menschlichem und tierischem Können, um in kritischen Situationen schnell reagieren zu können. Durch ein strukturiertes Ausbildungsprogramm und klare Anforderungen bleibt das Team stets einsatzbereit. Die zehn Einsätze in diesem Jahr unterstreichen seine fortwährende Bedeutung für die öffentliche Sicherheit.






