Rentenreform 2025: Merz sichert Haltelinie bis 2031 – doch die Finanzierung bleibt umstritten
Gerfried ThiesRentenreform 2025: Merz sichert Haltelinie bis 2031 – doch die Finanzierung bleibt umstritten
Der Deutsche Bundestag hat eine zentrale Rentenreform verabschiedet und die 48-Prozent-Rentenniveausicherung – die sogenannte "Haltelinie" – bis 2031 verlängert. Die am 5. Dezember 2025 mit absoluter Mehrheit beschlossene Maßnahme soll die Renten stabilisieren und gleichzeitig die Belastung für die Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz verringern. Widerstand aus den Reihen der Jungen Union wurde durch die Finanzierung über Steuergelder überwunden.
Die Reform kommt für die Regierung Merz zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Durch die Sicherung des Rentenniveaus hat die SPD tiefere Gräben innerhalb der Regierungskoalition verhindert. Die Kosten werden aus Steuereinnahmen gedeckt – ein Kompromiss, der die Spannungen vorerst beruhigt hat.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Merz im Rentenstreit öffentlich den Rücken gestärkt. Er betonte die Bedeutung des Zusammenhalts der Koalition und warnte vor inneren Konflikten. Zugleich machte Söder deutlich, dass weder er noch Jens Spahn Schritte unternehmen würden, um Merzs Position zu schwächen. Die Junge Union hatte sich gegen den Plan ausgesprochen und alternative Lösungen gefordert. Doch mit der Bundestagsabstimmung wurde die Reform durchgesetzt und sorgt so – zumindest kurzfristig – für Stabilität bei Rentnern und Regierung gleichermaßen.
Die Rentenreform bleibt nun bis 2031 in Kraft und wird aus Steuermitteln finanziert. Söders Unterstützung für Merz festigt die brüchige Einheit der Koalition, vorerst jedenfalls. Die Entscheidung verhindert zwar unmittelbare Rentenkürzungen, lässt aber die Frage der langfristigen Finanzierung weiterhin offen.