Rentenreform 2025: Höheres Eintrittsalter und strengere Regeln für alle
Hans-Josef BeckmannRentenreform 2025: Höheres Eintrittsalter und strengere Regeln für alle
Deutschlands Rentenkommission schlägt weitreichende Reformen des Rentensystems vor
Die Pläne sehen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die Abschaffung der Möglichkeit vor, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Mit diesen Anpassungen sollen die Unterschiede in den Erwerbsbiografien und der Lebenserwartung ausgeglichen werden.
Aktuell liegt das reguläre Renteneintrittsalter in Deutschland bei 67 Jahren. Nach den neuen Vorschlägen soll es schrittweise auf 67,5 Jahre bis 2041 und auf 68 Jahre bis 2051 steigen. Die Erhöhung orientiert sich an der steigenden Lebenserwartung in der Bevölkerung.
Die Kommission lehnte zudem den Vorschlag ab, das Renteneintrittsalter direkt an die Beitragsjahre zu koppeln. Bundeskanzler Friedrich Merz argumentierte, dass Menschen, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger eingezahlt hätten als jene, die bereits mit 16 Jahren beginnen und 45 Jahre durchgehend arbeiten.
Akademiker, die in der Regel mehr verdienen und länger leben, erhalten tendenziell höhere Renten über einen längeren Zeitraum. Arbeiter in körperlich belastenden Berufen hingegen schaffen es oft nicht bis zum regulären Renteneintritt. Die Kommission schlägt daher die Einführung einer „individuellen Gesundheitsbewertung“ vor, um Frühverrentungen für diejenigen zu ermöglichen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterarbeiten können.
Nach der Reform wird jeder in Deutschland länger arbeiten müssen. Besonders betroffen sind dabei Menschen ohne Hochschulabschluss, die häufiger körperlich anstrengende Berufe ausüben.
Die geplanten Änderungen bedeuten ein höheres Renteneintrittsalter und strengere Regeln für Frühverrentungen. Beschäftigte in belastenden Jobs könnten künftig aufgrund von Gesundheitschecks früher in Rente gehen. Die Reformen zwingen alle Arbeitnehmer, ihre Erwerbstätigkeit zu verlängern – vor allem Nicht-Akademiker werden davon stark betroffen sein.
