Rekordfrühe Kürbisernte in Großbritannien: Hitze und Regen bringen bizarre Erträge
Hans-Josef BeckmannRekordfrühe Kürbisernte in Großbritannien: Hitze und Regen bringen bizarre Erträge
Großbritanniens Kürbisernte ist wochen früher reif – Hitze und Regen sorgen für gemischte Ergebnisse
Nach einem Sommer mit extremer Hitze ist die britische Kürbisernte dieses Jahr mehrere Wochen früher reif geworden. Vier aufeinanderfolgende Hitzewellen beschleunigten das Wachstum, doch heftige Regenfälle im August ließen viele Kürbisse faulen. Nun bereiten sich Bauernhöfe und Zoos auf die Halloween-Feierlichkeiten vor – mit unterschiedlichen Erträgen aus der diesjährigen Ernte.
Der Cammas Hall Farm in Essex empfängt seit 1966 Besucher zum Kürbispflücken. In diesem Jahr bietet der Hof 50 verschiedene Kürbissorten an – und das zu Preisen, die etwa nur halb so hoch sind wie auf dem bekannten Tulleys Farm. Gäste können gruselige Tunnel erkunden, Halloween-Figuren begegnen und sogar den einzigen "Pumpcano" der Welt bestaunen: einen Turm aus Kürbissen, aus dessen Spitze Flammen schießen.
Unterdessen setzt der Magdeburger Zoo die Kürbisse kreativ ein. Nach den Schnitzereien an diesem Wochenende werden die übrig gebliebenen Früchte an die Tiere verfüttert. Ein Tigerbaby hat bereits ein frühes Halloween-Vergnügen erlebt, als es Leckereien in einem Kürbis erschnupperte. Trotz des frühen Wachstums hat die Ernte gelitten: Starke Regenfälle verwandelten Teile der Felder in matschige Brachen, und faulende Kürbisse verleihen manchen Stellen ein unheimliches, verwestes Aussehen – passend zur Jahreszeit, aber enttäuschend für die Bauern.
Betriebe wie der Cammas Hall Farm passen sich der ungewöhnlichen Ernte an und locken mit Attraktionen Besucher an. Auch Zoos nutzen die Kürbisse sinnvoll, etwa für Beschäftigungsprogramme der Tiere. Mit dem nahenden Halloween hat die frühe und ungleichmäßige Saison sowohl Herausforderungen als auch einzigartige Erlebnisse geschaffen.