Regionalverkehr in Baden-Württemberg zeigt erste Besserung – doch die Qualität bleibt mangelhaft
Gerd BuchholzRegionalverkehr in Baden-Württemberg zeigt erste Besserung – doch die Qualität bleibt mangelhaft
Regionalverkehr in Baden-Württemberg zeigt leichte Verbesserungen in der zweiten Jahreshälfte 2024
Die Regionalbahnleistungen in Baden-Württemberg haben in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 eine leichte Aufwärtsentwicklung verzeichnet. Im aktuellen Qualitätsranking, das Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Zufriedenheit der Fahrgäste bewertet, stieg die Gesamtpunktzahl leicht an. Dennoch bleibt das Niveau im Vergleich zu den Vorjahren niedrig.
Der Durchschnittswert über 33 Strecken kletterte auf 45,4 Punkte – ein Anstieg gegenüber 44,6 Punkten Ende 2023. Trotz dieser Fortschritte schafften es nur zehn Netze, die Marke von 50 von möglichen 100 Punkten zu überschreiten. An der Spitze der besten Verbindungen dominierten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Ihr Netz im Klettgau belegte den ersten Platz, während die Strecke Schaffhausen–Singen auf Rang drei landete. Den zweiten Platz sicherte sich die Schwäbische Alb-Bahn mit guten Leistungen auf den Linien Amstetten–Gerstetten und Ulm–Schelklingen–Gammertingen.
Deutliche Qualitätsfortschritte verzeichnete unterdessen die Bodensee-Bahn. Der Betreiber DB Regio steigerte seine Punktzahl um 36 Zähler und erzielte damit die größte Verbesserung im Ranking. Nicht alle Netze konnten jedoch aufholen: Die Strecken Franken/Enz und Murrbahn von Arverio sowie die Hochrheinbahn der DB Regio blieben am unteren Ende der Liste.
Bei Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sitzplatzkapazität gab es im Vergleich zu Ende 2023 leichte Zuwächse. Die Sauberkeitsstandards verschlechterten sich jedoch, sodass die Fahrgäste in diesem Bereich kaum Verbesserungen spürten. Den tiefsten Stand hatte die Qualität Ende 2022 erreicht, als die Leistung auf nur noch 36,7 Punkte absackte.
Zu Beginn des Jahres 2024 hatte sich die Servicequalität auf niedrigem Niveau stabilisiert. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit blieben im ersten Halbjahr unverändert, ohne Anzeichen einer Erholung – bis zum jüngsten leichten Aufwärtstrend.
Die aktuellen Zahlen bestätigen eine bescheidene Erholung der Regionalbahnqualität in Südwestdeutschland. Zwar verzeichneten einige Strecken bemerkenswerte Fortschritte, doch viele entsprechen noch nicht den Erwartungen der Fahrgäste. Da nur ein Drittel der Netze über 50 Punkte erreicht, sind weitere Anstrengungen nötig, um das Servicelevel insgesamt zu heben.






