Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Hans-Josef BeckmannRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive, Hersteller hochwertiger Autositze, meldet Insolvenz an
Der Autositzspezialist Recaro Automotive hat beim Amtsgericht Esslingen Insolvenz angemeldet. Die Zukunft der 215 Beschäftigten ist damit ungewiss – die Belegschaft wurde vor der Bekanntgabe nicht informiert.
Das Unternehmen war ursprünglich 2011 von Johnson Controls übernommen worden. Als sich Johnson Controls 2016 aufspaltete, ging Recaro Automotive an den neu gegründeten Konzern Adient über, der die Sparte 2020 schließlich an die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Raven Acquisitions, LLC verkaufte.
Recaro Automotive ist auf Premium-Sitze für Fahrzeuge wie den Ford Mustang Dark Horse spezialisiert. Von der Insolvenz betroffen ist jedoch nur dieser Unternehmensbereich – die übrigen Teile der Recaro-Gruppe bleiben davon unberührt.
Die Gewerkschaft IG Metall fordert, alle möglichen Lösungswege zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt der Arbeitsplätze und eine langfristige Perspektive für das Werk in Kirchheim unter Teck.
Wie es mit Recaro Automotive weitergeht, ist nach dem Insolvenzantrag noch offen. Die Mitarbeiter am Standort Kirchheim stehen vor einer unsicheren Phase, während die Verhandlungen laufen. Die IG Metall drängt auf eine nachhaltige Lösung, um die Jobs zu sichern.






