Rastatt steht vor dem finanziellen Kollaps nach Gewerbesteuer-Desaster
Hans-Josef BeckmannRastatt steht vor dem finanziellen Kollaps nach Gewerbesteuer-Desaster
Rastatt kämpft mit drastischem Einbruch bei Gewerbesteuereinnahmen und steuert auf finanzielle Schieflage zu
Die Stadt Rastatt steht vor massiven finanziellen Problemen, nachdem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer stark eingebrochen sind. Die Krise zwingt die Verantwortlichen, den Haushalt für 2026 grundlegend zu überarbeiten – nach dem Ausbleiben von zehn Millionen Euro an erwarteten Einnahmen. Nun wird fieberhaft nach Lösungen gesucht, um die Finanzen zu stabilisieren, bevor sich die Lage weiter verschärft.
Mitte Februar 2026 brachen die Gewerbesteuereinnahmen Rastatts um 50 Millionen Euro ein. Durch diesen plötzlichen Einsturz verblieben der Stadt nur noch rund 300.000 Euro an Gewerbesteuerertrag für das gesamte Jahr – ein Bruchteil der ursprünglich prognostizierten eine Million Euro. Die Fehlbeträge setzen die kommunalen Finanzen massiv unter Druck.
Der Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigte zwar den Haushalt 2026, knüpfte die Zustimmung jedoch an strenge Auflagen. Die Behörde verlangt weitere Kürzungen sowie eine vollständige Überprüfung der Investitionspläne der Stadt. Bis zum 1. September 2026 muss Rastatt einen detaillierten Bericht über den Stand der Haushaltskonsolidierung vorlegen.
Bürgermeisterin Monika Müller fordert nun schnelle Maßnahmen, um Ausgaben zu senken und die Einnahmen zu steigern. Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Juni sollen die nächsten Schritte für 2027 vorgestellt werden, um eine noch tiefere Finanzkrise abzuwenden. Der aktuelle Haushaltsentwurf ist online unter https://www.ourwebsite/budget-2026 einsehbar.
Die finanzielle Zukunft Rastatts bleibt ungewiss, während die Stadt mit dem massiven Einnahmeausfall ringt. Nun müssen weitere Einschnitte umgesetzt und der Fortschritt an die Regionalbehörden gemeldet werden. Ohne grundlegende Änderungen könnte sich die finanzielle Belastung auch 2027 fortsetzen.






