19 December 2025, 21:19

Projekt zum Schutz von Fischarten und Management der Kormorane startet

Ein Plakat in der Mitte des Bildes mit Fischen.

Projekt zum Schutz von Fischarten und Management der Kormorane startet

Projekt zum Schutz bedrohter Fischarten und Kormoranmanagement startet

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  1. Dezember 2025

Ein neues grenzüberschreitendes Projekt soll bedrohte Fischarten schützen und die Kormoranpopulation am Bodensee regulieren. Ab Januar 2026 bündeln unter der Federführung Baden-Württembergs acht regionale Partner ihre Kräfte. Für die kommenden drei Jahre stehen 900.000 Euro an Fördermitteln bereit.

Das Vorhaben mit dem Titel „Schutz der Fischarten und Kormoranmanagement am Bodensee“ konzentriert sich auf sechs stark gefährdete Fischarten: die Äsche, die Nase, den Donaublümling, den Bitterling, die Groppe und das Bachneunauge. Verantwortlich für die Koordination ist Minister Peter Hauk, Leiter des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Zu den zentralen Maßnahmen gehören die Verbesserung ökologischer Lebensräume sowie der Einsatz technischer Lösungen, um die Fische vor der Bejagung durch Kormorane zu schützen. Eine zentrale Datenbank wird die Schutzbemühungen dokumentieren, während modellhafte wasserbauliche Maßnahmen zur Stärkung der Fischbestände entwickelt werden. Zudem kommen Drohnen zum Einsatz, um Kormoran-Brutkolonien zu überwachen und zu steuern. Ein umfassendes Monitoring-Programm soll die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Zielarten und weitere geschützte Güter bewerten. Das Projekt ist Teil von Interreg, einem EU-Programm zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Bis 2029 laufen die Arbeiten, die Lebensraumrenaturierung, Prädatorenkontrolle und modernste Überwachungstechniken verbinden. Die Ergebnisse sollen künftige Strategien zum Artenschutz am Bodensee prägen. Partner aus den angrenzenden Regionen setzen die Maßnahmen gemeinsam um und optimieren sie kontinuierlich.