25 December 2025, 11:00

Porsche spürt den Profiteinbruch – und setzt auf harte Sparmaßnahmen und Stellenabbau

Ein Auto mit darunter stehenden Textzitaten.

Porsche-Management strebt weitere massive Einsparungen an - Porsche spürt den Profiteinbruch – und setzt auf harte Sparmaßnahmen und Stellenabbau

Porsche verschärft seine Sparmaßnahmen angesichts eines deutlichen Profiteinbruchs in diesem Jahr. Die Rückkehr des Unternehmens zu Verbrennungsmotoren zwingt die Führungsetage, in allen Bereichen erhebliche Einsparungen vorzunehmen. Derzeit laufen tarifverhandlungen öffentlicher dienst mit den Mitarbeitenden, um langfristige Arbeitsplatzgarantien zu sichern – bei gleichzeitig sinkenden Kosten.

Der Sportwagenhersteller setzt vor allem an seinem Stammwerk in Zuffenhausen und am Entwicklungszentrum in Weissach an, wo erhebliche Einsparpotenziale erschlossen werden sollen. Geplant sind unter anderem die Ausgliederung betrieblicher Einheiten, Kürzungen bei einmaligen Sonderzahlungen sowie bei den betrieblichen Altersvorsorgeleistungen. Zudem werden Anpassungen bei den Homeoffice-Regelungen und Arbeitszeiten diskutiert, um mehr Flexibilität zu schaffen.

Porsche erwägt zudem einen Abbau von Angestelltenstellen und eine Reduzierung der Ausbildungsplätze. Diese Schritte folgen auf bereits im Februar 2023 angekündigte Stellenstreichungen, die bis 2029 rund 1.900 Arbeitsplätze im Rahmen bestehender Beschäftigungssicherungsvereinbarungen abbauen werden.

Der Betriebsrat, geführt von Vorsitzendem Oliver Aslan, verhandelt mit der Unternehmensführung über ein neues Beschäftigungspaket. Ziel ist es, die Arbeitsplatzgarantien mindestens bis 2035 zu verlängern. Im Gegenzug erwartet der Betriebsrat eine verbindliche Zusage des Vorstands, die deutschen Produktionsstandorte zu erhalten.

Ein Unternehmenssprecher betonte, dass diese Kostensenkungen entscheidend für die Zukunft von Porsche seien. Die Führung hatte zuvor gewarnt, dass die Gewinne aufgrund der strategischen Abkehr von Elektrofahrzeugen deutlich hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben werden.

Das Ergebnis dieser Gespräche wird die Belegschaft und die Geschäftsaktivitäten von Porsche in den kommenden Jahren prägen. Sollten die Maßnahmen vereinbart werden, würden sie Arbeitsplatzsicherheit festschreiben und dem Unternehmen gleichzeitig ermöglichen, sich an veränderte Marktanforderungen anzupassen. Die endgültigen Konditionen hängen von weiteren Verhandlungen zwischen Führung und Mitarbeitervertretung ab.