Politische Hetzparolen und Hakenkreuze: Rastatt von Graffiti-Welle betroffen
Hans-Josef BeckmannPolitische Hetzparolen und Hakenkreuze: Rastatt von Graffiti-Welle betroffen
In Rastatt sind in den vergangenen zwei Tagen an mehreren Orten politische Graffiti-Schmierereien aufgetaucht. Bei den Sachbeschädigungen handelt es sich unter anderem um nationalsozialistische Symbole sowie israelfeindliche Parolen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Nahostkonflikt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, konnte bisher jedoch keine Tatverdächtigen identifizieren.
Der erste Vorfall wurde am Mittwochnachmittag, dem 7. Mai 2025, gemeldet, als an einem Gebäude in der Nähe des Friedhofs in der Gerwigstraße Graffiti entdeckt wurden. Noch am selben Abend fanden sich weitere Schmierereien an der Fassade der Reithalle. Zudem wurden nationalsozialistische Symbole auf einzelne Gräber des Friedhofs gesprüht.
Am Donnerstagmorgen, dem 8. Mai 2025, wurden zusätzliche Graffiti an der Fassade des Residenzschlosses festgestellt. Die Parolen beziehen sich offenbar auf den aktuellen Nahostkonflikt und weisen eine deutlich israelkritische Ausrichtung auf. Die Ermittlungen werden vom Polizeirevier Rastatt geleitet, das Zeugen auffordert, sich mit Hinweisen zu melden.
Zeugen können sich unter der Telefonnummer 07222 761-0 an die Behörden wenden. Für weitere Anfragen steht das Polizeipräsidium Offenburg unter 0781 - 211211 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung. Ein ähnlicher Fall politisch motivierter Graffiti-Schmierereien an einem Kriegsdenkmal war vor etwa eineinhalb Monaten in Weinheim registriert worden.
Die Behörden suchen weiterhin nach den Verantwortlichen für die Sachbeschädigungen in Rastatt. Betroffen sind mehrere öffentliche Orte, darunter historische Stätten und Gedenkstätten. Bisher gab es keine Festnahmen, die Ermittlungen dauern an.






