Oktoberfest 2024: Tradition trifft auf Rekordumsätze und moderne Trends
Brigitta SchülerOktoberfest 2024: Tradition trifft auf Rekordumsätze und moderne Trends
Das Münchner Oktoberfest hat wieder seine Pforten geöffnet und lockt Millionen Besucher zu 16 Tagen ausgelassener Feier. Mit seiner lebendigen Mischung aus Tradition, Geselligkeit und Wirtschaftskraft zählt das Volksfest nach wie vor zu den größten öffentlichen Veranstaltungen der Welt. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit sechs bis sieben Millionen Gästen auf der Theresienwiese – oder einfach Wiesn, wie die Einheimischen sie nennen.
Eröffnet wird das Fest mit einem langjährigen Brauch: Der Münchner Oberbürgermeister zapft das erste Bierfass an. Kaum ist dies geschehen, stürmen die Besucher in die überfüllten Bierzelte, um sich die besten Plätze zu sichern. Die Preise für einen Tisch variieren stark – je nach Tag und Uhrzeit liegen sie zwischen 700 und 2.350 Euro.
Im Schnitt geben die Gäste während ihres Besuchs etwa 90 Euro aus. Zwar dominiert alkoholisiertes Bier, doch machen alkoholfreie Alternativen immerhin vier bis fünf Prozent des Gesamtumsatzes aus. Traditionelle Trachten wie Lederhosen und Dirndl prägen das Bild und tragen zur festlichen Stimmung bei.
Zunehmend setzen die Händler auf bargeldloses Bezahlen: Rund die Hälfte der Verkaufsstände und einige Zelte bieten diese Option mittlerweile an. Trotz moderner Anpassungen bleibt die Wiesn jedoch tief in bayerischen Bräuchen verwurzelt. Hinter den Kulissen ist das Fest zudem ein wichtiger Wirtschaftsmotor – allein auf dem Gelände werden schätzungsweise 634 Millionen Euro umgesetzt, für die Stadt München insgesamt sogar 1,5 Milliarden Euro.
Das Oktoberfest vereint also auf einzigartige Weise jahrhundertealte Traditionen mit zeitgemäßem Komfort. Mit Millionen Besuchern und Umsätzen in dreistelliger Millionenhöhe ist es für Einheimische wie Touristen gleichermaßen ein Höhepunkt. Diese Verbindung aus Kultur, Handel und Feierfreude sichert dem Fest Jahr für Jahr seinen Platz als weltweites Großereignis.






