25 January 2026, 14:34

Nordische Literaturtage 2023: Hamburg wird zum Schauplatz skandinavischer Erzählkunst

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Skandinavien, einschließlich geografischer Merkmale wie Bergen, Flüssen und Städten, mit begleitendem Text.

Nordische Literaturtage 2023: Hamburg wird zum Schauplatz skandinavischer Erzählkunst

Die Nordischen Literaturtage kehren vom 24. bis 27. November nach Hamburg zurück. In diesem Jahr versammelt das Festival bekannte Namen sowie aufstrebende Stimmen aus der gesamten nordischen Region. Lesungen, Diskussionen und Performances finden im Literaturhaus Hamburg und in der HfbK Hamburg statt – die meisten Veranstaltungen werden im Original mit deutschen Untertiteln präsentiert.

Den Auftakt macht am Mittwoch Linn Ullmann, die ihren autofiktionalen Roman „Mädchen, 1983“ vorstellt. Später im Programm liest Karen Köhler Auszüge aus Ullmanns Werk auf Deutsch. Ebenfalls am Eröffnungsabend dabei: die sámi Autorin Kathrine Nedrejord, die mit ihrer Perspektive die Vielfalt des Festivals bereichert.

Am Dienstag rücken patriarchale Strukturen in den Fokus – in Gesprächen und Lesungen wird das Verhältnis von Geschlecht und Macht hinterfragt. Parallel erkunden in der HfbK Hamburg sechs schwedische und deutsche Autor:innen poetische Wege, Lebensgeschichten durch biografisches Schreiben zu kartografieren.

Neben etablierten Größen wie Helle Helle, Katja Kettu und Ullmann präsentieren sich auch Debütant:innen: Susanna Hast aus Finnland und Cecilie Lind aus Dänemark. Eine separate Diskussion über Island mit Pedro Gunnlaugur Garcia und Berit Glanz gibt Einblicke in die literarische Szene des Landes.

Die Nordischen Literaturtage wurden 1986 ins Leben gerufen und fanden ursprünglich zeitgleich mit der jährlichen Hamburger Buchhändlertagung statt. Seitdem haben sie sich zu einem zentralen Forum für nordische Literatur in Deutschland entwickelt.

In diesem Jahr stehen sowohl Newcomer:innen als auch erfahrene Stimmen aus den nordischen Ländern im Mittelpunkt. Das mehrsprachige Programm – mit Untertiteln für das deutschsprachige Publikum – verbindet Fiction, Autobiografie und kulturellen Diskurs an vier Tagen in Hamburg.