Niedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
Gerd BuchholzNiedersachsen diskutiert den Frauentag als neuen gesetzlichen Feiertag
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, den Internationalen Frauentag zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. Das Bundesland hat derzeit nur zehn solche Feiertage – weniger als jedes andere in Deutschland. Eine Petition für die Änderung hat bereits breite Unterstützung erhalten.
2024 startete ein Bündnis aus DGB, Ver.di und dem Landesfrauenrat die Unterschriftensammlung. Schnell überschritt sie die für eine Prüfung notwendige Marke von 5.000 Unterschriften. Der Petitionsausschuss hat das Anliegen nun auf die Tagesordnung des Niedersächsischen Landtages gesetzt.
Das Innenministerium prüft den Vorschlag. Die Befürworter planen, die Idee in der nächsten Plenarsitzung mit Abgeordneten und der Öffentlichkeit zu diskutieren. Ver.di verweist auf Studien, die zeigen, dass zusätzliche Feiertage in der Vergangenheit keine wirtschaftlichen Nachteile brachten.
Damit der Frauentag gesetzlich verankert wird, muss eine Fraktion einen offiziellen Antrag einbringen. Einige Wirtschaftsverbände warnen jedoch, ein neuer Feiertag könnte der Wirtschaft schaden. Über den Vorschlag wird im Landtag debattiert. Bei einer Zustimmung würde der 8. März in die Liste der niedersächsischen Feiertage aufgenommen. Die Entscheidung hängt von weiteren politischen Schritten und wirtschaftlichen Bewertungen ab.
