02 January 2026, 10:52

Neues Schutzglas Exos verlängert Lebensdauer von Satelliten-Solarzellen im All

Mehrere Glasobjekte sind auf einer Oberfläche angeordnet.

Neues Schutzglas Exos verlängert Lebensdauer von Satelliten-Solarzellen im All

SCHOTT und AZUR SPACE Solar Power GmbH haben ein neues Schutzglas für Solarzellen von Satelliten entwickelt. Unter dem Namen Exos soll das Material die Haltbarkeit von Satelliten-Solarzellen im Weltraum verbessern. Das Projekt wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt.

Da Satelliten auf Solarenergie angewiesen sind, stellt der Schutz der Solarzellen eine zentrale Herausforderung dar. Exos begegnet diesem Problem mit einer starken UV-Absorption und langfristiger optischer Stabilität – selbst bei längerer Strahlenbelastung. Das Glas lässt sich in Dicke und Größe anpassen und eignet sich damit für verschiedene orbitale Missionen, von staatlichen Projekten bis hin zu kommerziellen Satellitennetzen.

Das Material ist speziell für Mehrfachsolarzellen auf Basis von III-V-Halbleitern konzipiert, die häufig in der Raumfahrt eingesetzt werden. Durch die Anpassung der Glasdicke lässt sich der UV-Schutz präzise steuern, um Klebstoffe und andere Komponenten vor Zerfall zu bewahren. Aktuell durchläuft Exos Qualifikationsprüfungen nach den ECSS-Normen, um die strengen Anforderungen für Weltraummissionen zu erfüllen. Neben seinen technischen Vorzügen wird das Glas in skalierbaren Formaten hergestellt, was es für den Einsatz in großem Maßstab anpassbar macht. Diese Flexibilität macht es zu einer praktischen Lösung für etablierte Raumfahrtagenturen und die wachsende kommerzielle Satellitenindustrie.

Die Entwicklung von Exos stellt einen wichtigen Fortschritt beim Schutz von Solarzellen in Satelliten dar. Mit anpassbarer Dicke und nachgewiesener Strahlenresistenz bietet es eine zuverlässige Option für künftige Missionen. Die Zertifizierung nach ECSS-Standards wird über seine Einsatzbereitschaft für den breiten Weltraumeinsatz entscheiden.