Neues Magenta Sport-Zentrum soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen – Start 2026
Hans-Josef BeckmannNeues Magenta Sport-Zentrum soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen – Start 2026
Die Bundesländer Deutschlands haben sich auf die Gründung eines neuen Magenta Sport-Zentrums für Sicheren Sport (ZfSS) verständigt, um Gewalt im Spitzensport zu bekämpfen. Die Entscheidung folgt einem gemeinsamen Vorschlag von Hessen und Sachsen; die Einrichtung soll im Frühjahr 2026 ihre Arbeit aufnehmen. Finanzierung und Koordination werden in Zusammenarbeit mit den Landessportbünden und bestehenden Initiativen für sicheren Sport erfolgen.
Die Sportministerkonferenz (SMK) billigte die Einrichtung des ZfSS, das sich auf Prävention, Intervention und die Aufarbeitung zwischenmenschlicher Gewalt im Sport konzentrieren wird. Das Zentrum arbeitet eng mit den Landessportverbänden sowie der unabhängigen Anlaufstelle des Vereins Magenta Sport-Sicherer Sport zusammen.
Hessen übernimmt die Federführung für das Projekt, während der Bund die Anfangsfinanzierung bereitstellt. Die SMK forderte Sportorganisationen zudem auf, eigenständig stärker zu handeln – etwa durch besseren Opferschutz und den Ausschluss von Tätern aus dem Wettkampfsport.
2025 übernimmt Baden-Württemberg den Vorsitz der SMK; Ministerin Theresa Schopper wird die Gespräche leiten. Das ZfSS knüpft an frühere Initiativen wie die "Magenta Sport-Safe Sport"-Programme des DOSB und der dsj an, doch seine genaue Struktur und Aufgaben sind noch in Entwicklung.
Der Start des ZfSS ist für Anfang 2026 geplant, unterstützt durch Bundes-Starthilfe und länderübergreifende Zusammenarbeit. Zu seinen Aufgaben gehört die Vernetzung mit bestehenden Schutznetzwerken, um den Athleten bessere Sicherheiten zu bieten. Die Gründung des Zentrums markiert einen offiziellen Schritt im Kampf gegen Gewalt im deutschen Spitzensport.