23 February 2026, 14:59

Merz sichert sich mit 91,2 Prozent zweite Amtszeit als CDU-Chef

Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt und eine Gruppe von Menschen mit Biergläsern und einem Fass im Hintergrund zeigt, mit deutschem Text unten.

Merz sichert sich mit 91,2 Prozent zweite Amtszeit als CDU-Chef

Friedrich Merz hat mit überwältigender Unterstützung eine zweite Amtszeit als CDU-Vorsitzender gesichert. Auf dem jüngsten Parteitag sprachen sich die Delegierten mit 91,2 Prozent der Stimmen für seine Führung aus – ein noch deutlicheres Ergebnis als bei seiner Wiederwahl 2024. Bei der Veranstaltung wurden zudem wegweisende politische Beschlüsse gefasst, darunter die Forderung nach einer Rücknahme der Cannabis-Legalisierung und strengere Regeln für Krankschreibungen.

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Der Parteitag fand in Stuttgart statt, wo Merz' Position als Bundeskanzler seit Mai 2025 seine Autorität weiter festigte. Trotz Kritik an zögerlichen Reformen und niedrigen Umfragewerten – im Februar 2026 lag seine Zustimmung laut einer Forsa-Umfrage bei nur 23 Prozent – setzt er auf Geschlossenheit in der Partei. Seine Strategie umfasst die Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD, die Stärkung der Beziehungen zu den USA sowie eine Begrenzung der Zuwanderung. Vor einem für Februar 2026 geplanten China-Besuch warnte er in einer Rede zudem vor globalen Risiken und bezog eine klare Haltung gegenüber Peking.

Während des Treffens verabschiedeten die Delegierten mehrere Anträge. Einer sieht die Rücknahme der Cannabis-Freigabe vor, ein weiterer schafft die telefonische Krankmeldung für Arbeitnehmer ab. Zudem lehnte die Partei eine Lockerung der Schuldenbremse ab. Ein Reformvorschlag der Jungen Union zu Renten-, Gesundheits- und Pflegeversicherung scheiterte hingegen an der notwendigen Mehrheit.

Abseits der zentralen Beschlüsse regte der Bezirksverband Südbaden an, Landarbeiter von Mindestlohnregelungen auszunehmen. Unterdessen bekräftigte Markus Söder, Vorsitzender der CSU, öffentlich seine Unterstützung für Merz' zweite Amtszeit.

Der Parteitag verleiht Merz ein klareres Mandat, doch bleiben Herausforderungen bestehen. Seine Koalition mit der SPD steht weiterhin unter Beobachtung, während die abgelehnten Reformen der Jungen Union interne Spannungen offenbaren. Die neuen Regelungen zu Cannabis, Krankschreibungen und Schuldenpolitik sollen nun umgesetzt werden.