16 April 2026, 02:21

Merz' Rückführungspläne für syrische Geflüchtete lösen heftige Kritik aus

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien und Daten zu内部 vertriebene Menschen aufgrund von Gewalt, begleitet von Text und Grafiken.

Merz' Rückführungspläne für syrische Geflüchtete lösen heftige Kritik aus

Bundeskanzler Friedrich Merz' Pläne zur Rückführung syrischer Geflüchteter stoßen bei Migrationsfachleuten auf scharfe Kritik. Winfried Kluth, Vorsitzender des Sachverständigenrats für Integration und Migration, warnte, die Vorschläge könnten falsche Erwartungen wecken und Instabilität auslösen. Zwar strebt die Regierung an, 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren zurückzuführen, doch Kluth hält die Lage für viel zu unsicher, um ein solches Vorhaben umzusetzen.

Das zwischen Merz und dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa vereinbarte Rückführungsprogramm sieht vor, die Mehrheit der syrischen Geflüchteten bis 2027 in ihre Heimat zurückzubringen. Kluth zweifelt jedoch an, ob Syrien derzeit sichere Rückkehrbedingungen garantieren kann. Er verwies auf anhaltende Gewalt, bewaffnete Konflikte und die prekäre humanitäre Lage in den nördlichen und nordöstlichen Regionen des Landes.

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Darüber hinaus betonte Kluth, dass viele syrische Geflüchtete in Deutschland mittlerweile ein stabiles Leben aufgebaut hätten. Sie gingen einer Arbeit nach, zahlten Steuern und hätten Kinder, die deutsche Schulen besuchten. Eine erzwungene Rückführung könnte ihre Integration zunichtemachen und dem deutschen Arbeitsmarkt schaden, der weiterhin auf migrantische Arbeitskräfte angewiesen sei.

Obwohl Kluth den Wiederaufbau in Syrien als notwendig anerkennt, hält er eine Bewertung der sicheren Rückkehrbedingungen für äußerst schwierig. Er fordert einen ausgewogenen Ansatz, der sowohl das Wohl der Geflüchteten als auch die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands berücksichtigt.

Die Debatte über die Rückführungen hält an, während Fachleute und Politiker über die Machbarkeit streiten. Kluths Warnungen konzentrieren sich auf die Risiken von Instabilität für die Geflüchteten sowie mögliche Arbeitskräftemängel in Deutschland. Der Erfolg des Plans hängt letztlich davon ab, ob sich die Lage in Syrien in naher Zukunft deutlich verbessert.

Quelle