05 June 2026, 14:53

Matthias Hundt bleibt doch: Rücktritts-Rücknahme trotz Insolvenz-Ermittlungen

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt doch: Rücktritts-Rücknahme trotz Insolvenz-Ermittlungen

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück

Der Berliner Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seine Rücktrittsentscheidung widerrufen. Dies geschieht vor dem Hintergrund laufender Ermittlungen zu seiner Rolle bei der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, einem Unternehmen, das nun vor der Insolvenz steht. Zudem prüfen die Behörden ausstehende Rentenbeiträge, die mit der Firma in Verbindung gebracht werden.

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Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt eingereicht, diesen später jedoch zurückgenommen und dabei Frust über Medienberichte geäußert. Er wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und kündigte an, sich öffentlich gegen die Anschuldigungen zur Wehr zu setzen. Dennoch treibt der Berliner Senat sein Entlassungsverfahren voran; eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet.

Die Staatsanwaltschaft Dresden untersucht Hundts Beteiligung an der Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Parallel dazu prüft die Deutsche Rentenversicherung, ob im Unternehmen Rentenbeiträge vorenthalten wurden. Hundt war bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer für die Firma tätig, besaß jedoch nie Unternehmensanteile.

Laut Berichten hat Hundt weiterhin Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro – was einem halben Jahresgehalt entspricht. Ob diese Zahlung angesichts der laufenden Verfahren tatsächlich geleistet wird, dazu hat sein Anwaltsteam bisher keine Stellung genommen.

Das Entlassungsverfahren des Senats soll in dieser Woche abgeschlossen werden. Unterdessen dauern die finanziellen und rechtlichen Prüfungen der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH an. Hundts politische Zukunft hängt nun von den Ergebnissen der Ermittlungen ab.

Quelle