17 February 2026, 16:52

Markus W. wartet vergeblich auf Ofarims Entschädigung – Crowdfunding hilft jetzt

Ein Blatt Papier mit der Aufschrift "John Hilton, No. 67, West Smithfield, London".

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. wartet vergeblich auf Ofarims Entschädigung – Crowdfunding hilft jetzt

Markus W., der Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim beschuldigt wurde, wartet noch immer auf die vereinbarte Entschädigung. Trotz eines gerichtlichen Vergleichs im November 2023 hat Ofarim die geschuldeten 20.000 Euro bis heute nicht gezahlt. Unterdessen haben Unterstützer sich hinter Markus W. gestellt und eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um ihm nach dem durchlittenen Leid zu helfen.

Der Streit begann, als Ofarim Markus W. in einem viral gegangenen Video Antisemitismus vorwarf. Spätere Ermittlungen widerlegten die Vorwürfe, woraufhin Ofarim sich vor Gericht entschuldigen musste und das Video löschen ließ. Die öffentliche Meinung änderte sich – aus dem Beschuldigten wurde ein Opfer von Verleumdung.

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Im November 2023 einigte man sich in einem Vergleich auf 20.000 Euro Schmerzensgeld und 10.000 Euro Schadensersatz für Markus W. Doch Ofarims Anwalt erklärte, die Zahlung erfolge erst, sobald der Sänger über flüssige Mittel verfüge. Ofarim verdiente kürzlich 400.000 Euro durch seine Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, darunter 100.000 Euro Siegprämie – doch die Entschädigung bleibt aus.

Mittlerweile gewinnt eine Crowdfunding-Aktion an Fahrt, initiiert vom Influencer Sanijel Jakimovski. Die Spenden kommen direkt Markus W. zugute, zudem fließen Teile an zwei gemeinnützige Organisationen: HateAid, die Opfer digitaler Hetze unterstützt, und die Leipziger Stiftung Minilöwen, die sich für Frühgeborene einsetzt. Jakimovski hat zugesichert, die Übergabe der Gelder nach Abschluss der Kampagne transparent zu dokumentieren.

Markus W. plant, einen Teil des Geldes für gemeinsame Zeit mit seiner Familie zu verwenden, den Rest erhalten die ausgewählten Hilfsorganisationen.

Die Verzögerung von Ofarims Zahlung zwingt Markus W., auf öffentliche Unterstützung für finanzielle Entlastung angewiesen zu sein. Die Spendenaktion läuft weiter, die Verteilung der Mittel soll offen erfolgen. Bis der Vergleich erfüllt ist, bleibt Markus W. auf die Großzügigkeit seiner Unterstützer und die Transparenz der Kampagne angewiesen.