Markgräflerland bekommt neues Busnetz mit besseren Basel-Anbindungen ab Dezember 2026
Gerd BuchholzMarkgräflerland bekommt neues Busnetz mit besseren Basel-Anbindungen ab Dezember 2026
Landkreis Lörrach baut Busnetz im Markgräflerland um – bessere Anbindungen und einfachere Fahrten
Der Landkreis Lörrach überarbeitet sein Busnetz im Markgräflerland grundlegend, um die Verbindungen zu verbessern und das Reisen zu erleichtern. Das aktualisierte System startet am 13. Dezember 2026 mit erweiterten Strecken, optimierten Schulverkehrsverbindungen und neuer Technologie zur Fahrgastzählung. Die Behörden veranschlagen die Kosten für die Umstellung auf 4,261 Millionen Euro an Zuschüssen – allein für das erste Jahr.
Im Mittelpunkt der Neugestaltung stehen sechs Hauptlinien: die Linien 200, 220, 240, 245, 255 und 265. Die Linien 200 und 265 fahren künftig bis zum Claraplatz in Basel, während die Linie 200 eine überarbeitete Route durch das Weiler Stadtzentrum nimmt. Auch die Linie 255 wird aufgewertet: Sie verkehrt dann stündlich von Montag bis Freitag zwischen Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Rümmingen und Lörrach.
Hinter den Kulissen passt der Landkreis seinen Nahverkehrsplan an und schreibt vor, dass bis Dezember 2026 alle Fahrzeuge mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet sein müssen. Diese erfassen Nutzungsdaten, die für künftige Förderentscheidungen entscheidend sind. Den Betrieb des neuen Netzes wird ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus übernehmen – zunächst für eine Laufzeit von fünf Jahren.
Die Kosten werden mit 4,45 Euro pro geplanten Kilometer veranschlagt, sodass der erwartete Zuschussbedarf für 2027 bei etwa 4,261 Millionen Euro liegt. Ziel ist es, das Netz zu straffen, Umsteigemöglichkeiten zu optimieren und den Schulverkehr besser in den regulären Fahrplan zu integrieren.
Die Änderungen treten Ende 2026 in Kraft und markieren einen Wandel im öffentlichen Nahverkehr des Landkreises. Die automatischen Zählsysteme liefern präzisere Daten zur Auslastung, während die erweiterten Linien grenzüberschreitende und regionale Fahrten effizienter gestalten sollen. Der fünfjährige Vertrag sichert die Umstellungen langfristig ab, finanziert durch Kreiszuweisungen.