26 February 2026, 11:13

Manuel Hagels sexistische Äußerung belastet den CDU-Wahlkampf 2026

Ein Plakat mit der Aufschrift 'Toiletten sind geschlechtsneutral' betont die Bedeutung des Geschlechts auf der Toilette.

Manuel Hagels sexistische Äußerung belastet den CDU-Wahlkampf 2026

Eine sexistische Äußerung von Manuel Hagel, dem CDU-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, ist im Wahlkampf 2026 wieder aufgeflammt. Die Bemerkung, die ursprünglich in einem Interview aus dem Jahr 2018 fiel, sorgte für neue Kritik, nachdem die Grünen-Politikerin Zoe Mayer das Video online geteilt hatte. Medien und Wähler stellen nun seine Eignung für das Amt infrage.

In dem Interview aus dem Jahr 2018 beschrieb Hagel einen Schulbesuch, bei dem er vor einer Klasse sprach, die "zu 80 Prozent aus Mädchen" bestand. Er scherzte, solche Termine seien "nicht die schlechteste Sache" für einen 29-jährigen Politiker. Anschließend hob er ein Mädchen namens Eva hervor, objektivierte ihr Aussehen und erklärte, er werde "nie vergessen", wie sie ausgesehen habe.

Das Video tauchte nur zwölf Tage vor der Wahl 2026 auf Instagram auf – gepostet von Zoe Mayer. Große Medien wie die taz, der Tagesspiegel und der Spiegel griffen die Geschichte schnell auf und äußerten Bedenken hinsichtlich Hagels Haltung gegenüber Frauen und seiner Amtswürdigkeit. Hagel wies die Kontroverse als "Mist" (Unsinn) zurück und verwies darauf, dass ihn seine Frau bereits 2018 für die Äußerung gerügt habe. Zudem warf er Mayer vor, das alte Thema aus politischen Gründen wiederaufzuwärmen.

Hagels jüngste öffentliche Aussagen betonen seine Rolle als Vater und sein Engagement für das Familienleben. Dieser Schwenk scheint darauf abzuzielen, sich von den Äußerungen aus dem Jahr 2018 zu distanzieren. Kritiker hingegen argumentieren, dass seine Worte ein tieferliegendes, anhaltendes Problem mit sexistischer Sprache in Politik und Alltag widerspiegeln.

Die Debatte hat die Diskussion über Hagels Charakter und Werte neu entfacht, doch bleibt unklar, welche langfristigen Auswirkungen sie auf seinen Wahlkampf haben wird. Zwar spielte er den Vorfall herunter, doch die erneute Aufmerksamkeit zeigt, wie frühere Aussagen in hochkarätigen Wahlkämpfen wieder auftauchen können. Im Mittelpunkt steht nun die Frage, ob solche Bemerkungen seinen Anspruch auf das Amt des Ministerpräsidenten beeinflussen sollten.

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