Luisa Heese übernimmt kommissarisch die Leitung der Kunsthalle Mannheim
Gerd BuchholzLuisa Heese übernimmt kommissarisch die Leitung der Kunsthalle Mannheim
Die Kunsthalle Mannheim hat Luisa Heese zur kommissarischen Direktorin ernannt, nachdem Johan Holten das Amt zum 31. März 2026 verlässt. Das Museum wird die Stelle nicht sofort dauerhaft ausschreiben, sondern setzt unter ihrer Führung auf Kontinuität. Heese hat bereits maßgeblich zum jüngsten Erfolg der Institution beigetragen.
Heese trat der Kunsthalle Mannheim erstmals am 1. Juli 2023 als Kuratorin für zeitgenössische Kunst und Skulptur bei. Bereits zum 1. Juni 2025 stieg sie zur stellvertretenden Direktorin und Leiterin der Bereiche Forschung und Sammlungen auf. Zu ihren Aufgaben gehörte die Organisation von Ausstellungen renommierter Künstlerinnen und Künstler wie Sarah Lucas und Tavares Strachan.
Bevor sie nach Mannheim kam, leitete Heese ab September 2020 das Museum im Kulturspeicher Würzburg. Zuvor war sie fünf Jahre lang, ab 2015, als Kuratorin in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden tätig. Ein besonderes Highlight ihrer Karriere war Ende 2025 die eigenständige Kuratierung der Ausstellung Kirchner, Lehmbruck, Nolde, bei der sie sogar eine Führung für den Rotary Club übernahm und am 25. Oktober ein begleitendes Konzert koordinierte.
Geboren 1984 in Göttingen, studierte Heese Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit Schwerpunkt Kunstgeschichte und Bildende Kunst in Hildesheim sowie in Caldas da Rainha, Portugal. Ihr akademischer Werdegang und ihre kuratorische Erfahrung machen sie zu einer starken Führungspersönlichkeit für die nächste Phase des Museums.
Die Kunsthalle Mannheim plant, unter Heeses Leitung an die jüngsten Erfolge anzuknüpfen. Ihre kommissarische Berufung sichert Stabilität, während sich die Institution auf die zukünftige Führung vorbereitet. Der Fokus des Museums bleibt auf der Bewahrung seiner künstlerischen Vision und der öffentlichen Wirkung gerichtet.