Ludwigsburgs Stadtbahnpläne werden im November radikal gekürzt
Brigitta SchülerLudwigsburgs Stadtbahnpläne werden im November radikal gekürzt
Ludwigsburgs Pläne für sein Stadtbahnnetz stehen vor tiefgreifenden Änderungen. Die Stadtverwaltung hat ihren Entwurf überarbeitet und die Ziele aufgrund finanzieller und logistischer Hindernisse zurückgeschraubt. Eine entscheidende Weichenstellung wird in der Gemeinderatssitzung am 19. November in Ludwigsburg fallen.
Der Vorstoß zur Reaktivierung der Stadtbahnstrecke Markgröningen–Möglingen–Ludwigsburg begann im Dezember mit dem Ziel, das Projekt bis 2035 abzuschließen. Diese Verbindung, die am Ludwigsburger Hauptbahnhof endet, bleibt vorerst die Priorität der Stadt. Allerdings kann der vom Verkehrsverbund vorgeschlagene Halt an der Westausfahrt bis 2035 nicht realisiert werden, da dort noch Bauarbeiten laufen.
Andere geplante Trassen innerhalb Ludwigsburgs wurden als nicht umsetzbar eingestuft. Eine Führung über Leonberger, Hindenburg- oder Friedrichstraße scheiterte am dichten Verkehr und dem Verlust von Parkplätzen. Auch eine Strecke über Talallee, Kurfürststraße und Martin-Luther-Straße wurde von der Verwaltung als undurchführbar verworfen.
Angesichts der angespannten Haushaltslage ist das ursprüngliche Stadtbahnprojekt schlicht nicht mehr finanzierbar. Folglich werden alle weiteren Streckenäste in Ludwigsburg für mindestens zehn Jahre auf Eis gelegt. Der Gemeinderat will einen verbindlichen Beschluss fassen, der die Vertreter an die neuen Vorgaben bindet.
Ludwigsburg bleibt zwar Mitglied im Stadtbahn-Verband Region Stuttgart, wird aber eine Neuausrichtung des Projekts anstreben. Die überarbeiteten Pläne, die in der Drucksache 354/25 dargelegt sind, spiegeln diese Anpassungen wider.
Die Sitzung am 19. November in Ludwigsburg wird über das weitere Vorgehen für Ludwigsburgs Stadtbahn entscheiden. Nur die Strecke Markgröningen–Möglingen bleibt vorerst im Zeitplan, während andere Erweiterungen verschoben oder gestrichen werden. Finanzielle Engpässe und bauliche Herausforderungen zwingen die Stadt zu einer Neuordnung der Prioritäten.