Linnemann bleibt CDU-Generalsekretär – und fordert radikale Reformen statt Steuererhöhungen
Hans-Josef BeckmannCDU-Parteitag best├Ątigt Linnemann mit gutem Ergebnis als Generalsekret├Ąr - Linnemann bleibt CDU-Generalsekretär – und fordert radikale Reformen statt Steuererhöhungen
Carsten Linnemann hat eine weitere Amtszeit als Generalsekretär der CDU gesichert, nachdem er 90,5 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich vereinen konnte. Das Ergebnis fiel während eines Parteitags, auf dem auch Friedrich Merz mit starker Unterstützung als Parteivorsitzender wiedergewählt wurde. Linnemann forderte umgehend dringende Reformen und warnte vor kurzfristigen Lösungen wie Steuererhöhungen oder neuen Krediten.
Bei seiner Wiederwahl verzeichnete Linnemann einen leichten Rückgang im Vergleich zu seinem Ergebnis von 2022, als er 91,4 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Dennoch bleibt seine Position fest in der Partei verankert. In seiner Annahmerede drängte er auf "echte Strukturreformen" im Jahr 2023 und betonte, Deutschland müsse jetzt handeln statt weiter zu zögern.
Er lehnte die Steuererhöhungspläne der SPD entschieden ab und argumentierte, neue Abgaben würden nur die tiefer liegenden Probleme überdecken. Stattdessen bestärkte er die CDU darin, "Verantwortung zu übernehmen und die notwendigen Veränderungen durchzusetzen". Seine Äußerungen fielen in eine Phase, in der Regierungskommissionen noch in diesem Jahr Empfehlungen zur Sozialreform vorlegen sollen.
Linnemann warnte zudem davor, sich auf weitere Schulden oder neue Steuerquellen zu verlassen, um strukturelle Schwächen zu kaschieren. Sein Fokus liegt auf einer grundlegenden Erneuerung der Systeme statt auf kurzfristigen finanziellen Flickschustereien. Parteichef Friedrich Merz, der mit 91,2 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde, ging in seiner eigenen Rede nicht auf die Reformpläne ein.
Die CDU-Führung steht nun unter Druck, ihre Reformforderungen in konkrete Politik umzusetzen. Da die Kommissionen ihre Berichte 2023 vorlegen werden, setzt Linnemanns Aufruf zum Handeln die Weichen für mögliche Konflikte in den Bereichen Sozialpolitik, Steuern und Wirtschaftstrategie. Seine Wiederwahl unterstreicht den Kurs der Partei, Steuererhöhungen und schuldenbasierte Lösungen abzulehnen.






