18 March 2026, 00:52

Lichtblick für Rechnerhersteller in Baden-Württemberg – doch Risiken bleiben

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text mit zusätzlichen Daten.

Mehr Optimismus bei den Exporte - Unsicherheit bleibt hoch - Lichtblick für Rechnerhersteller in Baden-Württemberg – doch Risiken bleiben

Exportaussichten für Unternehmen in Baden-Württemberg zeigen leichte Besserung für Rechnerhersteller zu Beginn 2026

Zum ersten Mal seit zwei Jahren zeichnet sich zu Jahresbeginn 2026 eine vorsichtige Aufhellung der Exportstimmung bei Rechnerherstellern in Baden-Württemberg ab. Dennoch bleibt die Unsicherheit groß. Die Firmen passen ihre Prognosen angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und sich wandelnder Handelspolitik an.

Zwischen Februar und Oktober 2025 gingen die deutschen Exporte von Taschenrechnern in die USA im Vergleich zum Vorjahr um etwa 9 % zurück. Besonders betroffen waren Rechner (minus 19 %), Maschinen (minus 10 %) und Chemikalien (Rückgang um über 10 %). Diese Einbußen stehen im Zusammenhang mit den von der US-Regierung unter Trumps zweiter Amtszeit erhöhten Zöllen, neuen Zollabkommen, die im Sommer 2025 in Schottland unterzeichnet wurden, sowie anhaltenden Störungen in den Lieferketten.

Für die kommenden zwölf Monate rechnen nun 28 % der Rechnerhersteller in Baden-Württemberg mit steigenden Exporten – ein Anstieg gegenüber 26 % im Sommer 2025. Gleichzeitig erwarten 19 % einen Rückgang (im Vergleich zu 28 % vor sechs Monaten). Auch die Aussichten für Asien haben sich verbessert: 29 % der international tätigen Unternehmen prognostizieren ein Exportwachstum (26 % in der vorherigen Umfrage), während nur noch 19 % mit sinkenden Ausfuhren rechnen (zuvor 21 %).

Hinsichtlich des US-Marktes bleibt die Stimmung gespalten. Zwar erwarten 30 % der Unternehmen höhere Exporte, doch 33 % gehen weiterhin von einem Rückgang aus. Diese Uneinigkeit unterstreicht die Abhängigkeit exportorientierter Branchen von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Geopolitische Risiken werden von 54 % der Industrieunternehmen als zentrale Herausforderung genannt.

Die vorsichtige Zuversicht der baden-württembergischen Rechnerhersteller deutet auf eine fragile Erholung hin. Zwar rechnen mehr Firmen mit Wachstum, doch die Belastungen durch Zölle, geopolitische Spannungen und Lieferkettenprobleme bestehen fort. Ob sich die leichte Besserung zu einer nachhaltigen Stabilisierung entwickelt, bleibt abzuwarten.

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AKTUALISIERUNG

Breiterer regionaler Optimismus und geopolitische Bedenken

Die Exportstimmung in Baden-Württemberg hat sich über die Branche der Taschenrechnerhersteller hinaus ausgeweitet. Der IHK-Bericht zeigt:

  • Elektroingenieurunternehmen zeigen die stärkste Optimismus, mit steigenden internationalen Aufträgen.
  • Ein 9-Punkte-Nettoexporterwartungswert markiert das erste positive Signal seit zwei Jahren.
  • 67% der Unternehmen nennen nun geopolitische Spannungen als ihr größtes betriebliches Risiko.