Leroy Sané zwischen Kritik und Rückhalt: Wird sein Galatasaray-Wechsel zum Karriereknick?
Gerfried ThiesLeroy Sané zwischen Kritik und Rückhalt: Wird sein Galatasaray-Wechsel zum Karriereknick?
Leroy Sanés Rolle in der deutschen Nationalmannschaft sorgt seit seinem Wechsel zu Galatasaray für hitzige Diskussionen. Der einstige Leistungsträger steht trotz früherer Verdienste zunehmend in der Kritik – sein Schritt in die türkische Liga hat die Zweifel an seiner Zukunft im DFB-Team weiter verstärkt.
Sanés erste Saison bei Galatasaray verlief alles andere als reibungslos. Der Flügelspieler kämpfte um einen Stammplatz und erzielte in 43 Einsätzen lediglich sieben Tore. Diese Leistungsflaute befeuerte die wachsende Kritik an seinen Auftritten.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Sané öffentlich in Schutz genommen. Er betonte dessen Laufbereitschaft und defensive Stärken als wertvolle Eigenschaften. Auch Teamkollege Joshua Kimmich äußerte sich unterstützend über den 28-Jährigen.
Im November 2022 war Sané noch entscheidend an der WM-Qualifikation Deutschlands beteiligt: Mit zwei Toren und einer Vorlage in einem entscheidenden Spiel gegen die Slowakei sicherte er den Turniereinzug. Doch selbst nach dem jüngsten 7:1-Erfolg gegen Curaçao bleibt seine schwankende Form ein Gesprächsthema.
Ex-Nationalkapitän İlkay Gündoğan warnte kürzlich, die anhaltende Kritik könne einen kreativen Spieler wie Sané einengen. Währenddessen wurde bei einer Pressekonferenz Nadiem Amiri keine einzige Frage zu seinem direkten Konkurrenten Jamal Musiala gestellt – obwohl Musiala verletzt ausfiel und Amiri überzeugende Leistungen zeigte.
Kritiker werten Sanés Wechsel in die Süper Lig als Zeichen für das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere. Sie werfen ihm vor, finanzielle Interessen über WM-Ambitionen gestellt zu haben. Die Debatte hält an, während der DFB über seine Personalplanung nachdenkt.
